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HSV-Idee geht nicht auf! Zwei Neuzugänge werfen Fragen auf
Nur die RauteNur die Raute·VonJule Stolpe

HSV-Idee geht nicht auf! Zwei Neuzugänge werfen Fragen auf

Beide Schienenspieler, die aktuell für den HSV starten, kamen erst am Deadline Day. Ist das der Grund, warum die Idee mit Møller Wolfe und El Ouahdi noch nicht aufgeht? 

Die feste Verpflichtung von Fabio Vieira war nicht der einzige Deal, der auf den letzten Metern der Transferperiode für Begeisterung bei Fans und Beobachtern des HSV gesorgt hatte. Auch dass David Møller Wolfe und vor allem Zakaria El Ouahdi künftig für die Rothosen auflaufen würden, löste positives Erstaunen aus. Und das lag nicht ausschließlich daran, dass insbesondere El Ouahdi sein Können am Ball in seiner Karriere bereits eindrücklich unter Beweis gestellt hatte.

Vielmehr fand die Idee an sich großen Anklang, die dahintersteckte. Auf der rechten Schiene ein eher offensiverer Spieler, der sehr technisch sehr versiert ist und links mit Møller Wolfe das eher defensivere Gegenstück. Der Norweger sollte mit Läufen aus der Tiefe und aus einer souveränen Defensive heraus überzeugen.

HSV-Schienen das größte Problem?

So war es zumindest ursprünglich gedacht, bis dato geht der Plan allerdings überhaupt nicht auf. Zwölf Gegentore aus drei Spielen sprechen ihre eigene Sprache. Gerade nach Ballverlusten wirkte die Hamburger Defensive wie ein offenes Scheunentor. Die fehlende Abstimmung auf den Schienen kristallisierte sich als ein Teilgrund dafür heraus. Beide Seiten der Fünferkette schoben viel zu hoch, sodass nach Ballverlusten riesige Lücken entstanden und die Innenverteidiger allein mit der gegnerischen Offensive klarkommen mussten.

David Møller Wolfe
IMAGO

Auf diese Beobachtung angesprochen, verwies HSV-Chefcoach Merlin Polzin, der wohl kurz vor einer Vertragsverlängerung steht, auf die fehlende Gewöhnungszeit. In Leipzig hätten Nicolas Capaldo und Møller Wolfe auf der einen sowie Shafiq Nandja und Zakaria El Ouahdi auf der anderen Seite das erste Mal zusammengespielt.

„Es braucht extrem viele Gespräche, Trainingseinheiten, Analysen und Spiele, um Verständnis füreinander zu entwickeln“, sagte Polzin auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr). Es gehe nicht darum, irgendetwas schönzureden oder immer wieder nur von der fehlenden Zeit zu sprechen, führte der Übungsleiter aus. Dass dieses „blinde“ Verständnis noch nicht da sei, habe aber dazu geführt, „dass wir Momente in unserem Spiel hatten, in denen die Statik nicht passte.“

So soll es besser werden

Es sei immer etwas anderes, Spieler im Scouting vor einem Transfer zu beobachten oder Videos zu sehen, als sie anschließend im Training zu erleben. Auch darauf berief sich Polzin und betonte, dass es jetzt darum gehe, die Stärken beider Akteure in das HSV-Spiel einzubringen.

Zakaria El Ouahdi
IMAGO

Møller Wolfes Qualität bestehe laut Polzin vor allem darin, intensive Tiefenläufe nach vorne zu machen, den Ball zu fordern, die Linie runterzugehen und anschließend per eigenem Abschluss oder Torvorlage gefährlich zu werden. Das habe das Trainerteam gegen Leipzig in Ansätzen auch schon beobachten können.

El Ouahdi auf der anderen Seite brauche „vor allem viel Kontakt zum Ball und Mitspieler in der Nähe“, um seine technischen Fähigkeiten bestmöglich einsetzen zu können. „Es ist nicht definiert, dass einer nur das und der andere nur das darf“, stellte Polzin klar. Das Ziel sei aber, dass es im Verbund mit den Mitspielern funktioniere. Damit solche Lücken wie in den vergangenen Wochen nicht mehr auf der Spieltagesordnung stehen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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