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Trotz HSV-Klatschen: Das sagt Polzin zum Dauerapplaus der Fans
Nur die RauteNur die Raute·VonJule Stolpe

Trotz HSV-Klatschen: Das sagt Polzin zum Dauerapplaus der Fans

Trotz 0:5-Klatsche in Leipzig feierten die HSV-Fans ihr Team nach Abpfiff. Selbiges war schon zuvor gegen Mainz der Fall. Trainer Polzin sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

Für viele Fußballbeobachter war der jeweils nicht höhnisch gemeinte Applaus ein ungewöhnliches Bild. In der Bundesliga kennt man das zuweilen auch anders. Dementsprechend kam vermehrt die Frage danach auf, wie sinnvoll es ist, nach einer mehr als deutlichen Auswärtspleite ein positives Signal von der Tribüne auf den Platz zu senden.

Für Merlin Polzin ist das hingegen nur die Bestätigung des Eindrucks, den er aus seinem Kontakt zu HSV-Fans gewonnen hat. Das sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr) zu diesem aus seiner Sicht „sehr spannenden“ Thema.

Ergebnis für die HSV-Fans zweitrangig?

Es gehe weniger darum, dass die Mannschaft für schlechte Darbietungen, Fehler oder fehlende Identifikation gefeiert wird. „Ich habe den Eindruck, dass die HSV-Fans Leistungen im positiven und negativen Fall sehr gut honorieren. Wir haben in Leipzig 70 Minuten lang kein schlechtes Spiel gemacht. Das sehen die Fans“, erklärte der Hamburger Übungsleiter.

Die Anhänger wüssten, dass man in diesen Momenten weniger davon hat, ausgepfiffen zu werden. Stattdessen wolle der Klub zusammenstehen. Als amüsant beziehungsweise interessant bezeichnete Polzin außerdem, dass Dinge meist „von außen aufkommen“. Worum es gehe, sei allerdings der Zusammenhalt zwischen Mannschaft, Staff, Geschäftsstelle und eben den Fans.

Merlin Polzin
IMAGO

Aus der Vergangenheit gelernt?

Die jüngere Historie habe für ihn gezeigt, dass der HSV gerade in diesen Zeiten zusammenstehen könne. „Wenn jemand eher dazu angehalten ist, Fehler aus der Vergangenheit zu machen und in diese Momente reinzugehen, dann ist das, glaube ich, nicht hilfreich für das, was wir hier vorhaben“, so Polzin weiter. Schließlich gingen HSV-Fans traditionell nicht immer vorteilhaft mit Niederlagen um.

Dass das mit dem Applaus bei Misserfolg nicht ewig so weitergeht, weiß aber auch Polzin: „Wenn wir schlechte Leistungen zeigen, ist jeder, der sich für viel Geld ein Ticket leisten konnte und versucht hat, die Mannschaft zu unterstützen, auch in der Lage, frei seine Entscheidung zu wählen – ob er dann die Mannschaft mit Applaus verabschiedet oder mit anderen Dingen“, räumte der 35-Jährige abschließend ein.

Es wird spannend zu sehen, ob die Stimmung unter den HSV-Fans kippen sollte, falls auch das Schlüsselspiel gegen Köln in die Hose geht.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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