Harry Kane hat nach dem 7:0-Kantersieg des FC Bayern gegen Union Berlin auf die aktuelle Debatte um den Ballon d’Or reagiert. Während andere Kandidaten offensiv über ihre Chancen sprechen, verfolgt der Engländer weiterhin einen deutlich zurückhaltenderen Kurs.
Auslöser der jüngsten Diskussion waren Aussagen von Lamine Yamal. Der Barcelona-Star hatte im Gespräch mit Movistar betont, dass der Ballon d’Or seiner Meinung nach an den besten Spieler der Welt gehen sollte – und nicht automatisch an denjenigen, der die meisten Tore erzielt. Auch wenn Yamal Kane dabei nicht namentlich erwähnte, wurden seine Aussagen vielfach als möglicher Seitenhieb gegen den Bayern-Torjäger interpretiert.
Kane selbst wollte die Aussagen des 19-Jährigen nach dem Union-Spiel nicht zum Anlass nehmen, um öffentlich für sich zu werben. Im Gespräch mit der AZ stellte er stattdessen klar: „Ich möchte nicht viel über mich selbst sprechen. Ich spreche auf dem Platz. Jeder ist anders.“
Kane lobt Yamal und Olise
Von einer Retourkutsche gegen Yamal wollte Kane damit nichts wissen. Stattdessen fand der Bayern-Star lobende Worte für seinen Konkurrenten – und für Michael Olise.
„Lamine Yamal hatte eine großartige Saison, Michael Olise ebenfalls.“
Gerade Olise lieferte gegen Union das nächste Argument für seine eigene Ballon-d’Or-Kandidatur. Der Franzose erzielte beim 7:0 seinen ersten Dreierpack im Klubfußball, bereitete einen weiteren Treffer vor und holte zudem den Elfmeter heraus, den Kane zum zwischenzeitlichen 2:0 verwandelte.
Auch Kane selbst schrieb an diesem Abend Geschichte. Mit dem Strafstoß erzielte er sein 100. Bundesliga-Tor – und benötigte dafür lediglich 98 Einsätze. Wenig später legte der Engländer mit seinem 101. Treffer nach.
Damit unterstrich der Bayern-Stürmer ausgerechnet inmitten der Diskussion um die prestigeträchtige Individualauszeichnung erneut seine außergewöhnliche Torquote.
„Der Ballon d’Or liegt nicht in meinen Händen“

Dass Kane seine Chancen nicht offensiver bewirbt, passt zu seiner bisherigen Haltung. Bereits in den vergangenen Wochen hatte der Torjäger mehrfach betont, dass er keinen Einfluss auf die Abstimmung habe.
Auch nach dem Union-Spiel blieb er dieser Linie treu: „Der Ballon d’Or liegt nicht in meinen Händen.“
Während rund um die Auszeichnung längst öffentlich diskutiert und geworben wird, setzt Kane damit auf einen anderen Ansatz. Seine Antwort auf die Debatte sollen vor allem seine Leistungen liefern.
Passender hätte der Zeitpunkt kaum sein können. Nur wenige Minuten bevor Kane über den Ballon d’Or sprach, hatte er mit zwei weiteren Treffern die nächste persönliche Bestmarke erreicht. Seine Botschaft ist entsprechend klar: Andere können über die Wahl sprechen – Kane möchte seine Argumente auf dem Platz liefern.










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