Viel Kampf, aber keine Tore. Das Aufsteigerduell zwischen dem FC Schalke 04 und der SV Elversberg endet mit einem 0:0-Unentschieden. Damit kassierte Königsblau zum dritten Mal in Folge kein Gegentor.
Schalke-Trainer Muslic nahm nach dem 3:1-Auswärtserfolg gegen den 1. FC Union Berlin zwei Änderungen in der Startformation vor: Für den verletzten Ljubicic (Knieprobleme) und Adamu (Bank) rückten Dina Ebimbe und Dzeko in die erste Elf. Der 40-jährige bosnische Sturmveteran feierte seine Startelf-Premiere in der laufenden Spielzeit.
Getragen von der gewohnt leidenschaftlichen Atmosphäre auf den Rängen übernahm S04 sofort das Kommando. Die Hausherren rannten in den ersten Minuten unermüdlich an, während das Publikum jeden Vorstoß der Königsblauen lautstark feierte und sein Team nach vorne peitschte.
Nach schwungvollen zehn Minuten kamen die Gäste stärker auf und hatten durch Darvich eine gute Einschussmöglichkeit. Sein Abschluss aus zehn Metern flog jedoch über den Querbalken (13.).
Auf der Gegenseite hätte ein Eigentor fast die Führung für Schalke bedeutet. Nach einer Hereingabe von Karaman von der rechten Seite beförderte SVE-Kapitän Pinckert den Ball vor dem einschussbereiten Dzeko gefährlich in Richtung des eigenen Gehäuses. Kristof bewahrte die Gäste mit einer starken Parade vor dem Rückstand (21.).
Das Geschehen spielte sich aber primär zwischen den Strafräumen ab. Beide Teams hielten die taktische Ordnung und scheuten noch das große Risiko. Zwingende Offensivaktionen blieben zunächst Mangelware.
Nach 28 Minuten kam Karaman halblinks im Strafraum aus 14 Metern frei zum Abschluss. Sein Schuss prallte jedoch an Keidel ab, der sich mit angelegtem Arm in den Ball hineindreht. Schiedsrichter Braun ließ die Partie folgerichtig weiterlaufen.
In der Nachspielzeit bot sich S04 noch eine gute Torgelegenheit. Dina Ebimbe flankte auf den mitgelaufenen Karaman. Statt selbst den Abschluss zu suchen, schlug der S04-Kapitän einen Haken und legte quer auf Dzeko. Dessen gefährlicher Schuss wird im letzten Moment durch den leidenschaftlichen Einsatz von Elversbergs Pinckert geblockt (45.+1).
Dina Ebimbe zweimal gefährlich
Ein Standard sorgte nach der Pause für die erste Torgelegenheit. Nach einer präzisen Freistoßflanke von Aouchiche brannte es im Elversberger Strafraum lichterloh. Am zweiten Pfosten kam Katic völlig frei zum Abschluss, bugsierte den Ball aus kurzer Distanz jedoch knapp über das rechte Lattenkreuz (54.).
Wie schon vor der Pause schenkten sich beide Teams nichts. Das Spiel blieb völlig offen ohne nennenswerte Vorteile für eine der beiden Seiten.
Wenn es aber gefährlich wurde, dann meist vor dem Tor der Saarländer. So auch in der 64. Minute: Nach einer unzureichend geklärten Aktion zog Dina Ebimbe volley ab. Obwohl der Versuch nicht optimal auf das linke Eck platziert war, musste Kristof sein ganzes Können aufbieten. Er tauchte schnell ab und entschärfte die Situation.

Königsblau baute in der Schlussphase zunehmend Druck auf und versuchte, das Spiel tief in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Die Elversberger Hintermannschaft zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und unterbanden die Schalker Angriffsversuche durch ein starkes Zweikampfverhalten im und rund um den eigenen Strafraum.
Glück für Kurucay und Schalke in der 84. Minute: Der vorbelastete S04-Verteidiger rauschte rustikal in Campbell rein und mähte ihn komplett um. Eine extrem riskante Aktion, bei der die Hausherren mächtig Dusel hatten, denn das hätte gut und gerne Gelb-Rot sein können. Muslic riet seinem Abwehrspieler, den Rest der Partie ein wenig vorsichtiger zu agieren.
Beide Teams lauerten auf die eine entscheidende Lücke, scheuten aber das letzte Risiko. Dina Ebimbe zog in der zweiten Minute der Nachspielzeit von rechts ab, verfehlte den Kasten aber deutlich. So blieb es beim torlosen Remis.
Fazit: Obwohl die Königsblauen im Duell der beiden Aufsteiger das Chancenplus auf ihrer Seite hatten, verbuchten auch die Gäste aus Elversberg in der Schlussphase gefährliche Offensivaktionen. Doch die SVE biss sich an der stabilen Schalker Hintermannschaft die Zähne aus. Im Offensivspiel fehlte den Saarländern schlicht die spielerischen Mittel. Dafür stimmte die Leistung in der Defensive, wo Elversberg extrem aufmerksam agierte. Letztendlich spiegelt die Punkteteilung das Spielgeschehen leistungsgerecht wider.
S04: Karius – T. Becker (62. Wöber), Katic, Kurucay – Dina Ebimbe, El-Faouzi, Tanaka (78. Schallenberg), Gosens (70. V. Becker) – Karaman, Aouchiche (70. Hwang) – Dzeko (62. Sylla)
SVE: Kristof – Gyamerah (51. Sirch), Pinckert, Rohr, Günther (76. Mickelson) – Keidel, Poreba – Petkov, Darvich (46. M. Krattenmacher), Campbell (87. Onyeka) – Mokwa (76. Futkeu)
Tore: –









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