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Tottenham als Bundesliga-Meister? Gewagte These von Ex-Profi
fussball-news.defussball-news.de·VonLukas Neth

Tottenham als Bundesliga-Meister? Gewagte These von Ex-Profi

Tottenham Hotspur steckt in der Premier League aktuell in einer schwierigen Phase. Nach fünf Spieltagen warten die Spurs noch auf ihren ersten Sieg und stehen mit lediglich zwei Punkten auf dem letzten Platz. Für Ex-Tottenham-Profi Jamie O’Hara ist das allerdings vor allem ein Beleg für die außergewöhnliche Konkurrenz in England. In anderen europäischen Topligen würde sein ehemaliger Klub deutlich weiter oben stehen, glaubt der 39-Jährige.

„Die Premier League ist wie eine Superliga. Niemand kann da mithalten“, erklärte O’Hara bei talkSPORT. Auf die Frage, wo Tottenham in der Bundesliga landen würde, nannte er zunächst Platz zwei – allerdings mit einem engen Titelkampf gegen den FC Bayern. Kurz darauf ging der frühere englische Junioren-Nationalspieler sogar noch weiter.

„Die Spurs könnten die Bundesliga zu 100 Prozent gewinnen. Du musst nur Bayern München schlagen, das reicht“, behauptete O’Hara. Seine These begründet er mit dem aus seiner Sicht deutlich höheren Niveau der Premier League.

Für O’Hara würde Tottenham auch in Spanien um den Titel kämpfen. In LaLiga sieht er neben den Spurs lediglich Real Madrid und den FC Barcelona als ernsthafte Konkurrenz. In Frankreich erwartet er dagegen ein Duell mit Paris Saint-Germain um die Meisterschaft.

„In der Ligue 1 würden PSG und Tottenham es unter sich ausmachen und in LaLiga wäre es ein Dreikampf mit dem FC Barcelona und Real Madrid“, erklärte der 39-Jährige.

„Sie sind schwach“

Angesprochen auf Atlético Madrid, fiel sein Urteil deutlich aus. Obwohl die Mannschaft von Diego Simeone Tottenham in der vergangenen Champions-League-Saison aus dem Wettbewerb geworfen hatte, hält O’Hara wenig von den Spaniern.

„Sie sind schwach. „Sie wirken nur gut, weil sie in einer schwachen Liga spielen. Wir würden dort auf Platz drei landen. Ich halte das nicht für Quatsch, was ich erzähle.“, sagte er über Atlético.

Auch mit der Serie A ging O’Hara hart ins Gericht. Nach Milans 0:2 gegen Benfica in der Europa League erklärte er: „Sie sind völliger Mist.“ Die Europa League sei deshalb langweilig, weil englische Mannschaften ohnehin ins Finale kommen würden.

Tatsächlich gewann Aston Villa in der vergangenen Saison den Wettbewerb, während Nottingham Forest ebenfalls bis ins Halbfinale kam. In der Champions League setzte sich dagegen Paris Saint-Germain im Finale gegen Arsenal durch. Für alle anderen englischen Mannschaften war spätestens im Viertelfinale Schluss.

Krisenstart trotz Millionen-Transfers

Bemerkenswert sind O’Haras Aussagen auch mit Blick auf die aktuelle Situation bei Tottenham. Die Spurs investierten im Sommer rund 202 Millionen Euro und verpflichteten unter anderem Sandro Tonali, Mateus Fernandes und Savinho.

Sandro Tonali
Foto: Getty Images

Auf dem Platz blieb der große Effekt bislang jedoch aus: Unter Trainer Roberto De Zerbi wartet Tottenham nach fünf Spieltagen noch auf den ersten Sieg und hat lediglich zwei Punkte gesammelt.

O’Hara führt die schwachen Ergebnisse vor allem auf die Stärke der Premier League zurück. Die englische Eliteklasse verfügt zudem über enorme finanzielle Möglichkeiten: In der vergangenen Transferperiode gaben die 20 Klubs laut insgesamt 3,77 Milliarden Euro für neue Spieler aus – rund fünfmal so viel wie die Bundesliga-Vereine.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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