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Fährmann berichtet: Das war mein schlimmster Torwarttrainer
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonManuel Behlert

Fährmann berichtet: Das war mein schlimmster Torwarttrainer

Ralf Fährmann war lange Jahre ein Gesicht des FC Schalke 04. Mit den Königsblauen hat er viel mitgemacht, sich oftmals auf einem guten Niveau im Tor gezeigt. Er gilt als eine Identifikationsfigur für die Schalker Fans. 

Nach seinem Karriereende hat Fährmann eine Biografie geschrieben. In der gab er einen Einblick in seine Karriere, aber auch in viele kuriose Momente.

Der Abstieg war natürlich ein Thema, auch Manuel Neuer kam nicht zu kurz. Fährmann schrieb über den Wechsel nach Gelsenkirchen und über einige schöne, aber auch schwierige Momente.

Fährmann kritisiert Umgang mit seiner Person

Es ging unter anderem auch um seinen schlimmsten Torwarttrainer. „Wir hatten unter Dimitrios Grammozis einen Torwarttrainer aus den Niederlanden. Wil Coort war damals schon 60 Jahre alt und hatte große Probleme mit dem Schießen. Aber das war nicht der Punkt“, leitete Fährmann ein.

Und erklärte weiterhin: „Coort wollte mich verbiegen, aus mir einen Torwart machen, der ich nicht war. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin 200 Bundesligaspiele bestritten, daher konnte meine Grundausbildung so schlecht nicht sein. Wir hatten also eine schwierige Beziehung. Deshalb war es überraschend, als er zu mir sagte: „Ralf, du bist immer noch ein Spitzentorwart, du müsstest eigentlich ein Kandidat für die Nationalmannschaft sein.“

Ralf Fährmann
Foto: IMAGO

Das hatte Eindruck hinterlassen, wie Fährmann weiterhin ausführte. „Wow, dachte ich. Das war mal ein Lob. Nur fünf Tage später, vor dem nächsten Spiel, wurde die Torwartgruppe in die Trainerkabine bestellt. Jeder bekam ein kurzes Einzelgespräch. Grammozis sagte mir: „Ralf, nach Rücksprache mit Wil ordnen wir unsere Torwarthierarchie jetzt neu. Martin Fraisl ist die neue Nummer eins, Michael Langer die zwei und du sitzt künftig auf der Tribüne.“

Das saß! Es wurden also völlig missverständliche Signale gesetzt. „Vom Nationalmannschaftskandidaten in nur fünf Tagen zum Tribünenhocker. Das war atemberaubend. Coort konnte mir nicht in die Augen schauen. Michael Langer war nach seinem Gespräch derart aufgewühlt, dass er die Spannung verlor und sich im anschließenden Training einen Kreuzbandriss zuzog. Als Wil Coort ein paar Monate später zusammen mit Trainer Grammozis den Verein verlassen musste, ging er in der Kabine an mir vorbei, ohne sich zu verabschieden. Dafür fehlten ihm wie schon vorher die Eier“, schrieb Fährmann außerdem.

Quelle: SchakeTOTALZum Original

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