Die Durststrecke ist bemerkenswert: Seit 2014 hat kein HSV-Profi mehr den Sprung in die deutsche A-Nationalmannschaft geschafft. Mit Ausnahme des SC Paderborn wartet kein aktiver Bundesligist länger.
Für den Moment ist Nicolai Remberg wohl der einzig realistische Kandidat auf eine Nominierung. Der Kapitän wurde bereits in der vergangenen Saison gelegentlich mit dem DFB-Team in Verbindung gebracht und galt auch unter Jürgen Klopp als mögliche Option für den geplanten Neuaufbau. Remberg erwischte jedoch einen verhältnismäßig schwachen Saisonauftakt und schaffte es letztlich nicht in den 44er-Kader für die Nations-League-Duelle gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien.
Die bittere Erkenntnis: Wirklich nah dran an einer Berufung war der HSV-Profi vermutlich nicht. Die Mopo berichtete bereits vor einigen Tagen, dass es bislang keinen Kontakt zwischen dem DFB und dem Trainerteam der Rothosen gegeben habe.

Für Merlin Polzin ist das offenbar kein Problem. Ein Austausch mit Klopp werde „dann stattfinden, wenn Jürgen es für richtig hält“, erklärte der 35-Jährige am Dienstag. Gleichzeitig zog er ein positives Fazit zu den ersten Bundestrainer-Wochen seines Kollegen: „Grundsätzlich sind wir alle froh, dass die Dinge, die er mit seinem Trainerteam anschiebt, positiver Natur sind.“
HSV bei Nationalspielern ohne Deutschland-Fokus
Trotzdem dürfte es auch im Interesse von Polzin sein, dass nach zwölf Jahren endlich mal wieder ein Hamburger für die deutsche A-Nationalmannschaft auf dem Platz steht. Perspektivisch könnte das zum Beispiel auf die Talente Otto Stange und Louis Lemke zutreffen. Beide HSV-Eigengewächse sind hochveranlagt und feste Größen in den Junioren-Teams des DFB. Erst einmal müssen sich die beiden Teenager allerdings in der Bundesliga etablieren.
„Für uns ist wichtig, nicht zu sehr in die Zukunft zu blicken – sondern, dass man im Hier und Jetzt ist, hart arbeitet und versucht, Dinge umzusetzen. Das machen wir mit all unseren Spielern“, sagt deshalb auch Polzin. Ganz generell sei ihm „weniger wichtig, ob das für Deutschland ist. Da, woher die Jungs kommen, sollen sie ihr Land bestmöglich vertreten.“ Das tun in der aktuellen Länderspielpause gleich neun HSV-Profis.









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