Footy
Details enthüllt: Wie die UEFA Infantino stürzen will
fussball-news.defussball-news.de·VonTill Gabriel

Details enthüllt: Wie die UEFA Infantino stürzen will

Seit Monaten zeigt die UEFA klare Kante gegen FIFA-Boss Gianni Infantino. Eine Wiederwahl will der Kontinentalverband in einem halben Jahr unbedingt verhindern.

Im März 2027 steht die Wahl des FIFA-Präsidenten an, Infantino will sich dann ein weiteres Mal im Amt bestätigen lassen. Nach dem Balogun-Eklat während der WM und Infantinos gescheitertem Plan, die WM für Investoren zu öffnen, hat der Schweizer jedoch massiv an Unterstützung eingebüßt.

Vor allem die UEFA stellt sich seit Wochen deutlich gegen den Präsidenten des Weltverbandes und verfolgt einen klaren Plan, wie dessen erneute Wahl verhindert werden soll. Wie Sport Bild berichtet, wird die UEFA einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken, der am 8. und 9. Oktober in Berlin ermittelt werden soll. Wer das sein wird, soll jedoch erst Ende Oktober bekannt gegeben werden.  Auch der DFB ist bei dem UEFA-Gipfel im Berliner Ritz Carlton vertreten. Neben Präsident Bernd Neuendorf nehmen auch Hans-Joachim Watzke sowie Holger Blask teil.

Neuer FIFA-Präsident? Montagliani ist der kleinste gemeinsame Nenner

Hinter dem Vorhaben, den Kandidaten erst drei Wochen vor Ablauf der Meldefrist vorzustellen, steckt laut Sport Bild Kalkül. Demnach gehe es der UEFA darum, dem Infantino-Lager möglichst wenig Zeit zu geben, den Konkurrenten zu diskreditieren. Als potenzieller Kandidat gilt CONCACAF-Boss Victor Montagliani. Der Kanadier steht seit 2016 an der Spitze des nord- und zentralamerikanischen Verbandes, der die UEFA und die asiatische AFC in ihrem Bemühen gegen Infantino unterstützt.

Victor Montagliani
Foto: IMAGO

Allerdings sind nicht alle Mitgliedsstaaten vom Kanadier überzeugt. Montagliani gilt nicht als jemand, der Reformen vorantreibt und stand zudem wegen des Umgangs mit einem Missbrauchsskandal im kanadischen Mädchenfußball vor 18 Jahren in der Kritik. Bob Birarda wurde 2008 als Trainer der kanadischen U20-Mannschaft entlassen, konnte aber weiter im Frauenfußball arbeiten. 2022 wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Montagliani war 2008 als Vize-Präsident des kanadischen Verbands tätig. Der CONCACAF-Präsident ist daher eher der kleinste gemeinsame Nenner, als die gemeinsame Wunschlösung der Kontinentalverbände.

Quelle: fussball-news.deZum Original

Kommentare