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„Darf nicht sein": Ex-Bayern-Star kritisiert Ronaldo-Zoff
fussball-news.defussball-news.de·VonFN-Redaktion

„Darf nicht sein": Ex-Bayern-Star kritisiert Ronaldo-Zoff

Der Streit zwischen Cristiano Ronaldo und Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus beschäftigt auch Bixente Lizarazu. Der frühere Bayern-Profi fordert beide Seiten zu einer Aussprache auf. Ein Spieler mit Ronaldos Bedeutung dürfe seine internationale Karriere nicht nach einem öffentlich ausgetragenen Machtkampf beenden.

In der französischen Sendung Telefoot l’After nahm Lizarazu neben Ronaldo und Jesus auch den portugiesischen Verband in die Pflicht: „Wenn sich dieses Theater fortsetzt, ist das ein schwerer Fehler aller drei Parteien.“ Ein solches Ende werde Ronaldos Lebenswerk im Nationaltrikot nicht gerecht. „Das ist eine Katastrophe für das Image“, erklärte der 56-Jährige.

Lizarazu sieht Ronaldos Ego als größtes Problem

Ronaldo war beim 2:1 gegen Norwegen erstmals seit 2008 bei einem Pflichtspiel Portugals ohne Einsatz geblieben. Obwohl sich der 41-Jährige an der Seitenlinie aufgewärmt hatte, verzichtete Jesus auf eine Einwechslung. Wenige Tage später verließ Ronaldo das Trainingslager vorzeitig und kündigte an, die Gründe dafür zu einem späteren Zeitpunkt offenzulegen.

Cristiano Ronaldo
Foto: IMAGO

Lizarazu kann Ronaldos Enttäuschung nachvollziehen, sieht in dessen Ehrgeiz inzwischen aber auch ein Problem. „Genau dieses ‚Ich‘ hat ihn zu Cristiano Ronaldo gemacht“, sagte der Weltmeister von 1998. Das ausgeprägte Ego habe ihn zu seiner außergewöhnlichen Karriere und zahlreichen Rekorden angetrieben. Mittlerweile drohe diese Eigenschaft jedoch zu seinem „schlimmsten Feind“ zu werden.

Für Lizarazu muss Jesus nun das persönliche Gespräch suchen. Gleichzeitig müsse Ronaldo akzeptieren, dass er mit 41 Jahren nicht mehr dieselbe sportliche Rolle beanspruchen könne. Mit 234 Länderspielen und 146 Toren ist der Angreifer Portugals Rekordspieler und Rekordtorschütze. Einen offiziellen Rücktritt erklärte er bislang nicht. Jesus öffnete zuletzt sogar die Tür für eine Rückkehr und bezeichnete den Konflikt als Missverständnis. Die Entscheidung liege nun bei Ronaldo.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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