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Führung im Umbruch: FC Bayern stellt die Weichen für morgen
fussball-news.defussball-news.de·VonFN-Redaktion

Führung im Umbruch: FC Bayern stellt die Weichen für morgen

Der FC Bayern ordnet seine Führungsstrukturen offenbar Schritt für Schritt neu. Jüngere Unternehmer sollen in die Gremien rücken, der Vorstand mehr Freiraum bekommen. Karl-Heinz Rummenigge äußert sich zur Rolle des Aufsichtsrats.

Wie die Abendzeitung berichtet, plant der Klub keine bloßen Einzelwechsel, sondern eine breiter angelegte Neuordnung. Uli Hoeneß, Rummenigge und Präsident Herbert Hainer prägen den Verein weiterhin maßgeblich. Hoeneß feiert Anfang Januar seinen 75. Geburtstag, Rummenigge ist gerade 71 geworden, Hainer wird im Sommer 73.

Ein Vertreter der jüngeren Generation hat seinen Platz bereits gefunden: Alexander Sixt. Der 46 Jahre alte Unternehmer leitet seit diesem Jahr den Verwaltungsbeirat und gehört zudem dem Aufsichtsrat an. Hainer hob seine wirtschaftliche Erfahrung und seine Kontakte hervor und versprach „frische Impulse“.

Für Max Viessmann könnte eine noch gewichtigere Aufgabe vorgesehen sein. Der 37-Jährige sitzt schon im Verwaltungsbeirat und soll laut AZ neben Adidas, Allianz und Audi zum vierten Anteilseigner werden, wobei sich vor allem Hoeneß dafür starkmachen soll. Käme es dazu, würde Viessmann in den dann zehnköpfigen Aufsichtsrat einziehen, auch ein Sitz im Präsidialausschuss wäre vorgesehen.

Rummenigge wirbt für mehr Freiraum im Vorstand

Auf operativer Ebene herrscht inzwischen Klarheit. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Max Eberl haben bis 2029 verlängert, kurz darauf zog Sportdirektor Christoph Freund nach, Marketing-Vorstand Rouven Kasper wird intern ebenfalls sehr geschätzt. Rummenigge plädiert dafür, diesem Gremium mehr Spielraum zu lassen.

Max Eberl
Foto: IMAGO

„Der Aufsichtsrat ist zwar das höchste Gremium des Klubs, aber nicht für den operativen Bereich verantwortlich“, sagte er der AZ. Für Ausgaben jenseits von 50 Millionen Euro brauche es zwar eine Zustimmung, zu viele Entscheidungen dürften aber nicht beim Aufsichtsrat landen. „Wir haben gute Leute im Vorstand. Und gute Leute muss man hegen und pflegen, damit sie lange bleiben.“

Zuletzt hatte die Verlängerung mit Eberl intern Debatten über die Befugnisse des Präsidialausschusses ausgelöst. Rummenigge zog dazu eine klare Linie: „Der Präsidialausschuss kann eine Empfehlung aussprechen – entschieden aber wird im gesamten Aufsichtsrat.“

Am Campus sollen Freund und Campus-Direktor Jochen Sauer künftig allein für den Nachwuchs zuständig sein, laut Rummenigge muss dieser „eine noch größere Rolle für den FC Bayern spielen“. Langfristig könnten auch frühere Profis Führungsaufgaben übernehmen: Der AZ zufolge sind Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger mögliche Anwärter auf das Präsidentenamt. Philipp Lahm und Manuel Neuer traut man grundsätzlich zu, später einmal eine Rolle im Management zu übernehmen.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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