Nach dem dramatischen 2:2 des BVB gegen Werder Bremen steht ein Treffer von Niclas Füllkrug im Mittelpunkt. Schiedsrichter-Experte Manuel Gräfe hält den späten Ausgleich für irregulär.
Hätte Borussia Dortmund gegen Werder Bremen eigentlich drei Punkte holen müssen? Nach dem dramatischen 2:2 sorgt besonders der späte Ausgleichstreffer von Niclas Füllkrug für Diskussionen. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe erhebt deutliche Vorwürfe und hält das Tor des ehemaligen BVB-Stürmers für regelwidrig.
Auslöser der Debatte ist eine Freistoßsituation in der Nachspielzeit. Füllkrug kam nach einer Hereingabe völlig frei zum Kopfball und rettete Bremen in der 92. Minute einen Punkt. Doch nach Einschätzung von Gräfe hätten die Unparteiischen zuvor eingreifen müssen.
Der Schiedsrichter-Experte der BILD erklärte: „Hier war es offensichtlich: Drei Bremer Spieler blocken die Dortmunder Spieler, damit diese nicht zum Ball gehen und das Tor verhindern können.“ Für Gräfe lag damit nicht nur ein unerlaubtes Sperren ohne Ball vor, sondern auch eine Abseitsstellung. Auch eine weitere Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert sorgte bei Gräfe für Unverständnis.
Füllkrug schockt den BVB: Kovac und Schlotterbeck enttäuscht
Ein sehenswerter Fallrückzieher von Ethan Nwaneri wurde wegen eines angeblichen Offensivfouls bereits vor dem erzielten Tor abgepfiffen. „Anton mit minimalem Kontakt, Füllkrug nimmt ihn dankend an. Das ist handelsüblich – eigentlich ein regulärer Treffer“, urteilte Gräfe. Allerdings profitierte auch Dortmund von einer umstrittenen Situation. Beim zwischenzeitlichen 2:0 soll Felix Nmecha den Bremer Torhüter aus einer Abseitsposition heraus behindert haben.

Sportlich hatte der BVB die Partie lange unter Kontrolle. Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.) sorgten spät für eine komfortable Führung. Doch Ludovit Reis (88.) brachte Bremen zurück ins Spiel, bevor Füllkrug den Ausgleich erzielte.
Trainer Niko Kovac suchte die Gründe für den Punktverlust anschließend vor allem bei seiner Mannschaft. „Wir haben das Spiel heute selbst aus der Hand gegeben“, stellte der Coach enttäuscht fest. Auch Schlotterbeck fand klare Worte: „Wir haben probiert, drumherum zu spielen und haben dann auch zwei Tore gemacht. Das muss reichen. Heute hat es aber nicht gereicht.“










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