Footy
Alte Muster: Warum das BVB-Remis gegen Werder ein Warnschuss ist
BVBWLDBVBWLD·VonManuel Behlert

Alte Muster: Warum das BVB-Remis gegen Werder ein Warnschuss ist

Borussia Dortmund spielte am Freitagabend zuhause gegen Werder Bremen. Es sollte ein gutes Spiel werden, der fünfte Sieg im fünften Spiel in der Liga war angepeilt. 

Und natürlich sprach alles für den BVB. Individuell war man besser, fußballerisch gab es zuletzt Fortschritte und die Defensive startete weitgehend stabil in die neue Saison.

Bei Werder gab es vorher Höhen und Tiefen, während der Länderspielphase ein Desaster gegen Twente. Es war eigentlich alles angerichtet, Ex-BVB-Star Kevin Großkreutz tönte vor dem Spiel, man werde Werder mit 5:0 wegfegen. Pustekuchen.

Dortmund nur 2:2 gegen Werder

Am Ende stand es nämlich 2:2, weil „ausgerechnet“ Ex-Spieler Niclas Füllkrug das Tor zum Ausgleich in der Nachspielzeit köpfte. Ein Betriebsunfall? Vielleicht. Das lässt sich erst final klären, wenn man die nächsten Spiele abwartet und auswertet. Für den Moment bleibt ein Spiel, das man im Fazit als unglücklich für den BVB betrachten muss.

BVB
Foto: IMAGO

Das Chancenplus über die gesamte Spielzeit hatte nämlich das Team aus Dortmund. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die ersten 30-35 Minuten gegen einen tiefstehenden Gegner extrem zäh waren. Die Schwarzgelben fanden kaum Mittel, spielten oft quer, um Lücken zu suchen, diese ergaben sich aber viel zu selten.

So hatte bis zur ersten BVB-Druckphase vor der Pause sogar Werder die besseren Möglichkeiten. Das passt natürlich nicht zum Selbstverständnis der Dortmunder. In der zweiten Halbzeit war der BVB lange besser, druckvoll, erarbeitet sich viele Chancen und traf auch zweimal. Es sah alles nach dem klassischen Arbeitssieg aus, mit dem alle einverstanden gewesen wären.

Die alten Muster sind zurück

Doch dann folgte eine Schlussphase, die bemerkenswert war. Nach dem 2:0 spielte Dortmund auf einmal nicht mehr so souverän wie zum Beispiel nach Führung in Stuttgart. Sondern leichtsinnig. Nico Schlotterbeck spielte einen zu lässigen Ball genau in den einen Raum, den ein Bremer aktiv zusprintete. Dieser Ballverlust sorgte für das 2:1 und dafür, das die Knie wackelig wurden.

Werder erarbeitete sich plötzlich Standards, nutzte einen davon und wollte sogar kurzzeitig noch auf das 3:2 gehen. Am Ende stand dann aber die Punkteteilung, die beim BVB für Fragezeichen sorgte. Es waren alte Muster, das Abschalten nach Führung, die zähe Anfangsphase mit zu wenig Bewegung. Es bleibt zunächst auf jeden Fall eine einmalige Sache und es wird die Aufgabe sein, daraus nicht wieder eine Regelmäßigkeit entstehen zu lassen.

Quelle: BVBWLDZum Original

Kommentare