Borussia Dortmund hat am Freitagabend gegen den SV Werder Bremen (2:2) spät eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben und das Spielfeld erstmals in dieser Saison nicht als Sieger verlassen. Ungeachtet dessen, dass der BVB zumindest bis zum Gastspiel des FC Bayern München am Samstagnachmittag beim FC Augsburg weiter Tabellenführer ist, war die Stimmung bei den schwarz-gelben Protagonisten natürlich gedämpft.
„Wir hatten eigentlich bis zur 88. Minute alles im Griff, und dann kassierst du zwei Gegentore und gehst hier mit einem Unentschieden raus“, haderte Nico Schlotterbeck auf der Vereinshomepage mit zwei verlorenen Punkten, sprach indes auch noch seinem ehemaligen Mitspieler Niclas Füllkrug, der für den Bremer Ausgleich verantwortlich zeichnete, ein Kompliment aus: „Fülle ist Fülle, er hat ein extrem gutes Kopfballspiel und eine extrem gute Sprungkraft, das sieht man.“
Auch Schlotterbecks Abwehrkollege Waldemar Anton war alles andere als glücklich mit dem Verlauf der Schlussphase und übte Selbstkritik: „Wir haben nach dem 2:0 aufgehört, an unserem Plan festzuhalten, und haben nicht mehr gut verteidigt, muss man ehrlich sagen. Wir machen Fouls, bei denen wir einfach zu spät kommen, das ist maximal ärgerlich“, so der Nationalspieler, der indes auch auf positive Lehren hofft: „Das Unentschieden hätte nicht sein müssen, weil wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle hatten. Wir haben am Ende nur einen Punkt geholt. Wir werden jetzt daran arbeiten, dass das nur einmal so passiert.“
Kovac bemängelt die Chancenverwertung und die Schlussminuten
Trainer Niko Kovac war lange einverstanden mit dem Auftreten seiner Elf, bemängelte neben dem Verhalten in der Schlussphase aber auch die Chancenverwertung: „Wir haben 88 Minuten den Gegner so bearbeitet, dass wir ihn in der Ecke hatten. Aber wir haben es nicht geschafft, die letzten acht Minuten so zu Ende spielen, wie es sich gehört. Das müssen wir uns vorwerfen.“

Während Geschäftsführer Lars Ricken von einer „puren Enttäuschung“ sprach, erhofft sich auch Kovac, dass seine Schützlinge aus der Begegnung für die Zukunft etwas mitnehmen: „Das sind zwei verlorene Punkte für uns. Wir werden hoffentlich aus den letzten acht Minuten unsere Lehren ziehen.“










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