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Malen sieht Rot – Ex-BVB-Stürmer holt die Grätsche raus
BVBWLDBVBWLD·VonIngo Krüger

Malen sieht Rot – Ex-BVB-Stürmer holt die Grätsche raus

Es schien immer nur bergauf für ihn zu gehen. Doch jetzt musste Donyell Malen einen Rückschlag hinnehmen. Beim 0:0 in Como flog der 27 Jahre alte Niederländer nach einer heftigen Grätsche mit Rot vom Platz.

Dreieinhalb Jahre trug Malen den Dress von Borussia Dortmund. In diesem Zeitraum absolvierte der Stürmer insgesamt 132 Pflichtspiele. Neben seinen 59 Torbeteiligungen stehen auch elf Gelbe Karten in seiner persönlichen Statistik. Doch einen Feldverweis kassierte er nie, weder Gelb-Rot noch glatt Rot.

Am Sonntag (11. Oktober) erlebte Malen den Schlusspfiff im Duell mit Como jedoch nicht auf dem grünen Rasen. In der 53. Minute spurtete er beim Stande von 0:0 mit dem Ball am Fuß Richtung gegnerisches Tor. Dabei verlor er im Zweikampf den Ball. Als er nachsetzte, fällte er per Grätsche den heranstürmenden Kaiki (23). Schiedsrichter Michael Fabbri (42) zögerte keine Sekunde und hielt dem Ex-BVB-Profi die Rote Karte unter die Nase.

Roma-Trainer Gasperini ärgerlich

Sein Trainer Gian Piero Gasperini (68) mochte sich mit dieser Entscheidung ganz und gar nicht abfinden. Der Platzverweis für den Niederländer habe das bis dahin schöne Spiel „verdorben“, heißt es bei Football Italia. Gasperini betonte jedoch ausdrücklich, dass der Angreifer seinen Gegenspieler keineswegs habe verletzen wollen. Seinen Unmut richtete der Coach vor allem gegen die TV-Analyse und schimpfte über die „absurden Standbilder“ im Fernsehen, die die Realität völlig verzerren würden.

Donyell Malen
Foto: Getty Images

Die Roma musste über 30 Minuten lang mit zehn Mann weiterspielen, brachte das torlose Unentschieden aber über die Zeit. Gasperini zeigte sich überzeugt, dass seine Mannschaft ohne den Platzverweis für Malen in Führung gegangen wäre. „Stattdessen waren wir gezwungen zu verteidigen, und das taten wir sehr organisiert. Wenn man 30 Minuten in Unterzahl spielt und am Ende ein Unentschieden holt, muss man zufrieden sein“, erklärte der Fußballlehrer.

Malen selbst mochte sich mit der Roten Karte nicht abfinden. Der Niederländer protestierte lautstark beim Unparteiischen und dem vierten Offiziellen, da der Aktion seiner Ansicht nach ein ungeahndetes Foul vorausgegangen war. Doch Fabbri ließ sich nicht erweichen und schickte den Top-Torjäger der Serie A vorzeitig in die Kabine.

Quelle: BVBWLDZum Original

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