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HSV-Plan ging auf: So wurde aus einer Not eine Tugend
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

HSV-Plan ging auf: So wurde aus einer Not eine Tugend

David Møller Wolfe besaß beim 3:2-Auswärtssieg des HSV gegen die TSG Hoffenheim eine ungewohnte Aufgabe. Trotz einiger Schwächen wurde er zu einem wichtigen Faktor.

Weil den Rothosen mit Zakaria El Ouahdi und Bakery Jatta kurzfristig gleich zwei Optionen für die rechte Schienenposition weggebrochen waren, beorderte Merlin Polzin den Norweger erstmals in seiner Karriere auf die andere Seite. „Du musst erfinderisch werden, das haben wir dann getan“, erklärte Polzin (via Mopo) nach der Partie.

Der Trainer sah in der Umstellung auch eine Chance, die sich im Spielverlauf bewahrheiten sollte. Møller Wolfe arbeitete intensiv nach hinten, setzte offensiv Akzente und trug maßgeblich dazu bei, dass Hoffenheims Bernardo nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz musste. Die Überzahl gab den Hamburgern die Möglichkeit zur späten Aufholjagd.

Møller Wolfe lief mehr als alle anderen HSV-Profis

Ganz ohne Anpassungsschwierigkeiten verlief sein Auftritt allerdings nicht. Gleich zweimal kam der 24-Jährige in aussichtsreicher Position zu einer Hereingabe, doch seine Versuche mit dem schwachen rechten Fuß verpufften einigermaßen kläglich. Auch statistisch war sein Spiel ausbaufähig: Nur acht der 16 Pässe kamen an den Mitspieler. Zudem gewann er lediglich drei von elf Zweikämpfen.

Diese Zahlen erzählen allerdings nicht die ganze Geschichte. Møller Wolfe spielte nur selten den einfachen Sicherheitsball nach hinten, sondern suchte auch unter teils hohem Gegnerdruck den Weg nach vorne. Vor allem aber gewann er den wohl entscheidenden Zweikampf des Nachmittags – indem er Bernardo so sehr unter Druck setzte, dass dieser mit Gelb-Rot vom Platz musste.

David Möller Wolfe
Foto: IMAGO

„Wir haben gegen eine der intensivsten Mannschaften gespielt. Da brauchst du Spieler, die marschieren. Das ist Wolfi“, lobte Torhüter Daniel Heuer Fernandes seinen Teamkollegen. Tatsächlich legte Møller Wolfe mit 11,8 Kilometern die größte Laufdistanz aller HSV-Profis zurück.

Polzins taktischer Kniff ging am Ende des Tages also fast vollends auf. Gegen den VfB Stuttgart (17. Oktober) dürfte der Linksfuß in Anwesenheit von Stamm-Rechtsverteidiger El Ouahdi dennoch zurück auf die linke Schiene rücken. Dort kann er seine zweifelsohne vorhandenen Offensivqualitäten noch besser zur Geltung bringen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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