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Erst HSV-Held, dann Klartext: Muheim räumt mit Wechselgerüchten auf
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Erst HSV-Held, dann Klartext: Muheim räumt mit Wechselgerüchten auf

Hinter Miro Muheim liegen keine einfachen Monate. Umso beeindruckender war seine Leistung beim HSV-Erfolg in Hoffenheim.

Mit einer Vorlage und dem späten Siegtor zum 3:2 (90.+4) meldete sich der Schweizer eindrucksvoll in der laufenden Bundesliga-Saison zurück. In den ersten vier Partien hatte er aufgrund von Trainingsrückstand nicht einmal zum Kader gehört. Eine lange WM-Teilnahme und anschließende Adduktorenbeschwerden kosteten Muheim quasi die gesamte Vorbereitung.

Hinzu kamen anhaltende Wechselgerüchte. Da sein Vertrag nur noch bis 2027 läuft, wurde der Linksverteidiger immer wieder mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Die starke Entwicklung von Eigengewächs Louis Lemke sowie die Verpflichtung von David Möller Wolfe befeuerten diese Spekulationen. Es entstand fast der Eindruck, als wäre der langjährige Stammspieler in der HSV-Hierarchie auf den dritten Platz zurückgefallen.

Muheim über HSV-Sieg: „Wir haben es erzwungen“

In Hoffenheim erhielt Muheim nun seine erste Chance – allerdings auf ungewohnter Position. Nach der schweren Verletzung von Kapitän Nicolai Remberg brachte ihn Merlin Polzin für das defensive Mittelfeld. Dort hatte der 28-Jährige zunächst einen schweren Stand. Beim Gegentor zum zwischenzeitlichen 1:2 war er alles andere als unbeteiligt.

Doch Muheim zeigte eine starke Reaktion und avancierte in der Schlussphase zum prägenden Akteur der Hamburger Aufholjagd. „Er ist sofort eingesprungen, als wir und die Mannschaft ihn gebraucht haben“, lobte Polzin seinen Schützling im Anschluss bei Sky. „Das freut mich für ihn persönlich sehr.“

Miro Muheim
Foto: IMAGO

Auch Muheim selbst stand dem Pay-TV-Sender nach seinem Meisterstück Rede und Antwort und räumte dabei zugleich mit so manchem Wechselgerücht auf: „Ich bin hier, weil ich hier sein will. Ich habe noch Vertrag, mag den Verein und schaue, dass ich meine Leistungen zeigen und dem Verein helfen kann.“

Das emotionale HSV-Comeback in Hoffenheim ordnete er derweil so ein: „Wir haben dran geglaubt und hatten immer wieder unsere Chancen. Die Gelb-Rote-Karte kommt uns natürlich entgegen. Am Ende haben wir es aber auch erzwungen.“ Mit einer wunderschönen Direktabnahme aus 20 Metern.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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