Nach Schalkes bitterer 1:2-Niederlage beim SC Freiburg wütet Robin Gosens im Kabinengang. Auch Schalke-Trainer Miron Muslic zeigt sich selbstkritisch.
Bei Robin Gosens war nach dem Schlusspfiff der Frust riesengroß. Der Profi des FC Schalke 04 konnte seine Wut nach der bitteren 1:2-Niederlage beim SC Freiburg nicht zurückhalten. Auf dem Weg in die Kabine machte der 32-Jährige seinem Ärger lautstark Luft.
„Fuck man. Fuuuuuuck. Hergeschenkte Scheiße, hergeschenkt!“, schimpfte Gosens laut WAZ in den Katakomben des Freiburger Stadions. Zuvor hatten die Königsblauen einen möglichen Punktgewinn in den Schlussminuten aus der Hand gegeben – und das ausgerechnet in Überzahl. Dabei hatte sich Schalke nach anfänglichen Schwierigkeiten ordentlich in die Partie gekämpft.
Freiburg war bereits in der zehnten Minute durch Maximilian Eggestein in Führung gegangen. Nach einer halben Stunde sorgte Adrian Gantenbein im Anschluss an eine Ecke von Gosens für den Ausgleich. Als Freiburgs Yuito Suzuki in der 64. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, schien für die Gäste sogar noch mehr möglich. Doch Schalke konnte aus dem zusätzlichen Mann keinen entscheidenden Vorteil ziehen.
Schalke-Trainer Muslic gesteht Fehler ein
Stattdessen schlugen die Freiburger in der 85. Minute zu. Vincenzo Grifo bediente den eingewechselten Keisuke Goto mit einer Flanke, die der Japaner zum 2:1 ins Tor köpfte. Gosens war in der Defensive gegen zwei Gegenspieler auf sich allein gestellt und konnte den Treffer nicht mehr verhindern.

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Königsblauen. Kapitän Kenan Karaman erklärte: „Das tut extrem weh.“ Auch Torhüter Loris Karius ärgerte sich über den Umgang mit der Überzahl und bezeichnete den Auftritt als „bisschen naiv, heute.“ Trainer Miron Muslic suchte die Verantwortung dagegen bei sich selbst.
Seine Mannschaft habe nach dem Platzverweis die Ordnung verloren und gerade in der Schlussphase zu viel riskiert. „Das muss ich auf meine Kappe nehmen“, räumte der Schalke-Coach bei DAZN ein. Für Freiburg bedeutete der späte Erfolg den Sprung an die Tabellenspitze. Schalke hingegen bleibt mit fünf Punkten auf Rang 13 zurück – und muss sich fragen, warum selbst gegen zehn Freiburger kein Unentschieden möglich war.










Kommentare