Nach dem bitteren 2:2 gegen Werder Bremen steht Borussia Dortmund in der Kritik. Trainer-Legende Peter Neururer findet deutliche Worte für den späten Einbruch des BVB.
Der späte Punktverlust gegen Werder Bremen sorgt bei Borussia Dortmund für Ernüchterung. Innerhalb weniger Minuten verspielten die Schwarz-Gelben eine komfortable Führung und mussten sich letztlich mit einem 2:2 zufriedengeben. Besonders Trainer-Legende Peter Neururer kann den Einbruch des BVB nicht nachvollziehen.
Dabei hatte die Mannschaft von Niko Kovac lange Zeit beste Aussichten, ihre Siegesserie in der Bundesliga fortzusetzen. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit übernahm Dortmund zunehmend die Kontrolle und belohnte sich durch die Treffer von Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.).
Was anschließend passierte, dürfte den Verantwortlichen allerdings noch länger zu denken geben. Ludovit Reis brachte Bremen in der 88. Minute zurück ins Spiel, bevor der ehemalige Dortmunder Niclas Füllkrug in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte. Peter Neururer zeigte sich angesichts des Spielverlaufs fassungslos. In seiner Wettfreunde-Kolumne hinterfragte der 71-Jährige, weshalb die Dortmunder „nicht imstande“ gewesen seien, „eine 2:0-Führung auch nach der 88. Minute zu verteidigen“.
Niko Kovac reagiert auf bitteren BVB-Rückschlag
Zudem verwies der ehemalige Bundesliga-Trainer auf die Folgen des Ergebnisses: „Die weitere Verteidigung der Tabellenspitze wurde also verhindert. Das 2:2 ist für Werder Bremen ein großartiges Ergebnis, für Dortmund natürlich nicht.“ Auch BVB-Coach Kovac machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Wir haben das Spiel heute selbst aus der Hand gegeben“, erklärte der 54-Jährige bei Sky. Dennoch wollte er den Rückschlag nicht überbewerten: „Wir werden daraus jetzt kein Drama machen.“

Ähnlich äußerte sich Kapitän Schlotterbeck, der mit dem Ausgang der Partie haderte: „Das muss reichen. Heute hat es aber nicht gereicht.“ Der verpasste Heimsieg hatte auch tabellarische Konsequenzen. Freiburg zog durch einen 2:1-Erfolg gegen Schalke 04 an Dortmund vorbei und eroberte die Spitzenposition.
Die nächste Gelegenheit für eine Reaktion bietet sich dem BVB bereits in der Champions League bei FK Bodö/Glimt. Anschließend müssen die Westfalen in der Bundesliga bei Union Berlin antreten. Dort soll der nächste Sieg her, um den Rückschlag gegen Bremen endgültig abzuhaken.










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