Loris Karius glänzt trotz Niederlage gegen Mainz und ist zum dritten Mal der Man of the Match. Auch im Ligavergleich überzeugt der Keeper.
Schon nach wenigen Sekunden war Schalkes Torhüter Loris Karius im Spiel gegen Mainz 05 gefordert. Ein Steilpass von Jae-sung Lee schickte Mainz-Angreifer Sheraldo Becker in der ersten Spielminute in die Tiefe. Dessen Abschluss parierte der Schalker Schlussmann stark, auch den Nachschuss von Lee konnte Karius reaktionsschnell halten. Nur Augenblicke später musste der Keeper erneut gegen Becker eingreifen. Auch in der zweiten Spielminute lief der schnelle Mainzer Angreifer frei auf Karius zu. Erneut behielt der Schalker die Oberhand. Der S04-Keeper verhinderte damit früh einen Rückstand, konnte die 0:1-Niederlage gegen seinen Ex-Klub am Ende aber nicht verhindern.
Dass Schalke in Mainz nicht deutlicher verlor, lag also hauptsächlich an Karius. Mit fünf Paraden und Topwerten bei den verhinderten Gegentoren hielt der Torhüter seine Mannschaft im Spiel. Dafür wurde er erneut zum Man of the Match gewählt. Es ist bereits seine dritte Auszeichnung dieser Art in den ersten sechs Bundesliga-Partien. Schon gegen Union Berlin und den FC Bayern war Karius zum besten Spieler der Begegnung gekürt worden. Damit sammelte er bislang mehr dieser Auszeichnungen als Stars wie Harry Kane, Luis Díaz oder Michael Olise.
Datencheck: Ist Karius der beste Torhüter der Bundesliga?
Auch das Lob von Miron Muslic und die Ligastatistiken unterstreichen die starken Leistungen des 33-Jährigen. Mit einer Paradenquote von 81,6 Prozent liegt Karius unter allen Bundesliga-Torhütern mit mindestens drei Einsätzen auf Platz eins. Manuel Neuer kommt auf 75 Prozent und belegt Rang fünf. Gregor Kobel von Borussia Dortmund folgt mit 77,8 Prozent auf dem zweiten Platz.

Auch bei den absoluten Paraden gehört Karius zur Spitzengruppe. Lediglich Maarten Vandevoordt von RB Leipzig und Finn Dahmen vom FC Augsburg haben bislang häufiger eingegriffen. Bei den verhinderten Expected Goals liegt der Schalker ebenfalls auf Rang zwei. Nur Dahmen bewahrte sein Team statistisch vor mehr Gegentoren.
Schalkes Trainer Miron Muslic lobte seinen Schlussmann nach der Partie: „Loris war von der ersten Sekunde an auf dem Platz – mit seiner Erfahrung und seiner Aura, die er ausstrahlt.“ Karius selbst betonte nach der Niederlage, worauf es für Schalke ankommt: „Wir brauchen Leidenschaft, Kampf und den absoluten Willen.“
Für den Aufsteiger ist der starke Rückhalt ein wichtiger Faktor. Gerade im Abstiegskampf kann ein Torhüter, der regelmäßig über sich hinauswächst, den Unterschied machen. Karius liefert dafür bislang eindrucksvolle Argumente.









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