Darf man das schon Krise nennen? Borussia Dortmund ist seit nun drei Spielen ohne Sieg. Gegen Sabah FK nimmt der BVB am Dienstag (20. Oktober, 18:45 Uhr) einen neuen Anlauf. „Wir sind hier klarer Favorit und wir wollen und müssen das Spiel gewinnen“, gibt Niko Kovac (55) die Richtung vor.
„Wir nehmen den Gegner ernst, zumal er im letzten Spiel hier gegen Prag 2:0 gewonnen hat“, erinnert Kovac am Montag auf der Pressekonferenz vor dem CL-Duell an den Sieg der „Eulen“ gegen Slavia. Er fordert von seinem Team die absolute Bereitschaft, an die Schmerzgrenze zu gehen. „Wir müssen scharf sein und ich hoffe, dass wir im Laufe des Spiels die Qualitäten, die wir ohne Zweifel haben, zeigen können“, ergänzt der BVB-Coach.
Drei Auswärtsreisen innerhalb von nur einer Woche fordern den Dortmundern alles ab. Der Auftakt in die Englische Woche verlief enttäuschend. Am zweiten Spieltag der Champions League gab es eine knappe 0:1-Niederlage bei Bodö/Glimt, gefolgt von einer Nullnummer in der Bundesliga bei Union Berlin. Nun soll im Königsklassen-Duell gegen den Sabah FK die Wende her.
Bringt Kovac frische Kräfte?
Kovac legt den Finger in die Wunde. „Wir haben im letzten Drittel unsere Abläufe, um gefährlich zu sein. Die haben wir in den letzten beiden Spielen nicht gefunden, deswegen haben wir auch kein Tor erzielt“, bilanziert der Trainer nüchtern. Für das anstehende Heimspiel nimmt er seine Profis daher in die Pflicht: „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir die Tore erzielen. Die Abläufe müssen wir abrufen. Wir müssen viel schneller spielen, genauer, mehr abschließen. Morgen müssen wir mehr aufs Tor schießen, um vielleicht auch das Tor zu erzwingen.“

Die Startaufstellung für das anstehende Duell am Dienstag ist derzeit noch völlig offen. Kovac verweist auf die enorme Belastung der vergangenen Tage: „Wir müssen schauen, wie es den Jungs geht. Es ist heute der zweite Tag nach dem Spiel, wir hatten fünf Stunden Flugreise.“ Mit Blick auf die finale Formation kündigt er ein genaues Abwägen an: „Heute werden wir noch ein bisschen reinhorchen und gucken, wie sich der eine oder andere Spieler fühlt. Denn es geht ja auch darum, dass wir frische Kräfte bringen.“
Verzichten muss der Trainer allerdings definitiv auf Konstantinos Karetsas (18), der sich beim Gastspiel in Berlin eine Bandverletzung zugezogen hat. Er gesellt sich zu den Langzeitverletzten Emre Can (32) und Giannis Konstantelias (23), die beide wegen eines Kreuzbandrisses passen müssen. Die restlichen Akteure traten die Reise jedoch vollzählig an und melden sich einsatzbereit.










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