Footy
Sogar Hoeneß war begeistert: HSV-Star schreibt sein Märchen weiter
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Sogar Hoeneß war begeistert: HSV-Star schreibt sein Märchen weiter

Erst Hoffenheim, jetzt Stuttgart: Miro Muheim entwickelt sich beim HSV gerade zum Mann für die ganz großen Momente. Absehbar war diese Entwicklung nicht.

Nachdem der Schweizer bereits beim 3:2 gegen die TSG zum späten Matchwinner avanciert war, ließ er die Fans im Volkspark auch gegen den VfB jubeln. Sein Geschoss aus rund 25 Metern schlug in der 88. Minute unhaltbar im rechten Eck ein und sicherte den Hamburgern einen gleichermaßen unerwarteten wie umjubelten 1:0-Erfolg. Mit satten 116,74 km/h rauschte der Ball ins Netz.

Selbst Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich im Anschluss (via Bild) beeindruckt. „Er hat einen sehr guten Schuss. Dass ihm das diesmal auch wieder gelingt, ist erstaunlich. Das passiert nicht alle Tage“, lobte der 44-Jährige den Eidgenossen. Muheim selbst hatte beim Abschluss bereits ein gutes Gefühl: „Als ich den Ball getroffen habe, habe ich aber schon gespürt, dass ich ihn gut treffe.“

Muheim ist der HSV-Mann der Stunde

Ganz abgesehen von der hinlänglich bekannten Qualität seines linken Fußes ist der aktuelle Lauf des 28-Jährigen einfach nur bemerkenswert. Nach der Weltmeisterschaft und einer Verletzung verlief sein Saisonstart alles andere als ideal. Zudem verlor Muheim temporär an Bedeutung, weil Trainer Merlin Polzin auf der linken Außenbahn mehr und mehr auf Eigengewächs Louis Lemke sowie Neuzugang David Möller Wolfe setzte. Doch der Aufstiegsheld nahm den neuen Konkurrenzkampf sportlich.

Polzin hob genau diese Haltung nach dem Stuttgart-Sieg noch einmal hervor: „Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Er hat nicht lamentiert und auch nicht versucht, viel über das Reden zu kommen. Sondern einfach Gas zu geben und sich im Training anzubieten.“ Inzwischen zahle sich das aus. „Es ist im Moment eine ganz, ganz tolle Phase für ihn“, sagte der HSV-Coach.

Miro Muheim, Merlin Polzin
Foto: IMAGO

Auch Muheim selbst konnte sein spätes Siegtor kaum in Worte fassen. „Vor der Nordtribüne zu jubeln, das Gefühl war unfassbar“, erklärte er nach dem Abpfiff. „Beim Schlusspfiff ist alles abgefallen. Dann war da nur Erleichterung.“

Zwei Spiele, zwei späte Treffer, zwei Siege: Muheims ganz persönliches HSV-Märchen ist seit dem vergangenen Wochenende um ein weiteres Kapitel reicher. Und hoffentlich noch lange nicht zu Ende erzählt.

Quelle: Nur die RauteZum Original

Kommentare