Dana Marquardt ist 351 Tage nach ihrem Kreuzbandriss zurück im Mannschaftstraining. Die Torjägerin macht damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Comeback.
Die BVB-Frauen dürfen auf die baldige Rückkehr von Dana Marquardt hoffen. Fast ein Jahr nach ihrer schweren Knieverletzung hat die 28-Jährige erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Genau 351 Tage lagen zwischen ihrem Kreuzbandriss und der Rückkehr auf den Trainingsplatz mit ihren Mitspielerinnen. Borussia Dortmund teilte die erfreuliche Nachricht über ihre Homepage mit. Komplett belastbar ist Dana Marquardt zwar noch nicht, dennoch erreicht die Angreiferin damit einen wichtigen Meilenstein ihrer langen Rehabilitation. Passübungen, Torschüsse und verschiedene Spielformen konnte sie bereits wieder mit der Mannschaft absolvieren. Lediglich bei Übungen mit Zweikämpfen setzte die Stürmerin noch aus. Der BVB geht bei seiner Top-Torjägerin damit weiter vorsichtig vor und steigert die Belastung Schritt für Schritt.
Für Dana Marquardt endet damit eine lange Zeit fernab des Mannschaftstrainings. Im November des vergangenen Jahres hatte sich die Angreiferin im Spiel gegen den FSV Gütersloh das vordere Kreuzband gerissen. Die Diagnose bedeutete gleichzeitig das vorzeitige Ende ihrer Saison. Seitdem arbeitete Dana Marquardt an ihrem Comeback. Wann die 28-Jährige erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz stehen kann, ist noch offen. Ihre Teilnahme an Teilen des normalen Trainings zeigt jedoch, dass die entscheidende Phase auf dem Weg zurück begonnen hat. Erst wenn Dana Marquardt auch Zweikämpfe und alle weiteren Belastungen ohne Probleme absolvieren kann, dürfte ein Einsatz wieder konkret zum Thema werden.
Dana Marquardt war die Torgarantie der BVB-Frauen
Die Rückkehr der Angreiferin besitzt für Borussia Dortmund eine enorme sportliche Bedeutung. Vor ihrer Verletzung gehörte Dana Marquardt zu den wichtigsten Spielerinnen der Mannschaft. Ihre Bilanz zeigt eindrucksvoll, welchen Einfluss sie auf die Offensive hatte. In bislang 29 Einsätzen für die BVB-Frauen erzielte die Stürmerin 43 Tore. Damit kommt sie auf deutlich mehr als einen Treffer pro Partie.
Diese enorme Quote machte Dana Marquardt vor ihrem Kreuzbandriss zu einer der großen Unterschiedsspielerinnen beim BVB. Die Dortmunderinnen mussten anschließend über viele Monate ohne ihre Torjägerin auskommen. Inzwischen hat sich die Offensive allerdings deutlich verändert. Borussia Dortmund verstärkte seinen Kader mit mehreren erfahrenen Spielerinnen und besitzt mittlerweile wesentlich mehr Möglichkeiten im Angriff.
Besonders Ramona Maier und Alexandra Popp erhöhen die Qualität. Ramona Maier kam von der SGS Essen nach Dortmund. Alexandra Popp wechselte vom VfL Wolfsburg zum BVB und bringt enorme Erfahrung auf nationalem und internationalem Niveau mit. Wenn Dana Marquardt wieder vollständig fit ist, könnte Borussia Dortmund deshalb über eine noch gefährlichere Offensive verfügen.
Für die 28-Jährige verändert sich dadurch ebenfalls die Situation. Vor ihrer Verletzung trug Dana Marquardt einen großen Teil der Verantwortung für die Dortmunder Tore. Nach ihrem Comeback muss sie diese Last nicht mehr allein tragen. Mit Alexandra Popp und Ramona Maier stehen weitere Spielerinnen zur Verfügung, die selbst regelmäßig für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen können.
Der BVB kann Dana Marquardt deshalb die nötige Zeit geben. Ein überstürztes Comeback erscheint angesichts der aktuellen sportlichen Situation ohnehin nicht notwendig. Die Mannschaft kommt auch ohne ihre langjährige Torjägerin hervorragend zurecht und dominiert derzeit die Regionalliga West.
BVB-Frauen marschieren Richtung Aufstieg
Nach neun Spieltagen steht Borussia Dortmund mit der perfekten Bilanz von 27 Punkten an der Tabellenspitze. Noch beeindruckender fällt das Torverhältnis aus: Die Dortmunderinnen erzielten bereits 47 Treffer und kassierten bislang kein einziges Gegentor. Damit gewann der BVB alle bisherigen Begegnungen und ließ defensiv noch überhaupt nichts zu.
Am vergangenen Wochenende setzte die Mannschaft ihre Siegesserie fort. Bei Vorwärts Spoho Köln feierten die Dortmunderinnen einen souveränen 5:0-Erfolg. Bereits in der Anfangsphase sorgten Alexandra Popp, Frederike Kempe und Jenske Steenwijk für klare Verhältnisse. Nach der Pause machten Annika Enderle und Marina Scholz den deutlichen Auswärtssieg perfekt. Auch personell gab es in Köln eine erfreuliche Nachricht. Marina Scholz kehrte nach ihrer eigenen Verletzungspause in den Spieltagskader zurück und erzielte nach ihrer Einwechslung direkt einen Treffer. Die Dortmunderinnen bewiesen damit erneut, wie breit und qualitativ stark der Kader inzwischen aufgestellt ist.

In der Tabelle besitzt Borussia Dortmund ebenfalls ein komfortables Polster. Der MSV Duisburg liegt mit sechs Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. Auch der FC Schalke 04 befindet sich noch im Rennen um die vorderen Positionen. Die Gelsenkirchenerinnen haben 19 Punkte gesammelt, allerdings eine Partie weniger absolviert. Gewinnt der FC Schalke 04 sein Nachholspiel, würde der Vorsprung des BVB auf den ersten Verfolger noch fünf Zähler betragen. Die Ausgangslage bleibt für Borussia Dortmund trotzdem hervorragend. Neun Siege aus neun Begegnungen und ein Torverhältnis von 47:0 verdeutlichen, wie dominant die Mannschaft bislang auftritt. Umso bemerkenswerter ist diese Bilanz, weil eine Spielerin mit den Qualitäten von Dana Marquardt noch gar nicht zur Verfügung stand.










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