Der VfB Stuttgart hatte am Dienstagabend Atlético Madrid, einen der großen Namen in Europa, zu Gast. Für die Schwaben, die am Wochenende in Hamburg verloren, war es ein absoluter Highlightabend in der Königsklasse.
Und bisher war Stuttgart mit zwei Siegen in der Champions League gut unterwegs und zeigte sich von seiner besten Seite. Hier lief es deutlich besser als parallel dazu in der Bundesliga.
„Fakt ist, dass wir kaltschnäuziger werden müssen, um sicherzugehen, dass das Spiel in unsere Richtung läuft und wir nicht durch eine Einzelaktion am Ende eines Spiels mit leeren Händen dastehen“, erklärte Sebastian Hoeneß, der Trainer der Stuttgarter, im Vorfeld der Partie gegen die Spanier.
Stuttgart mit beeindruckendem Start
Die Stuttgarter begannen ohne Ermedin Demirovic im Sturm. Deniz Undav spielte auf der Neuner-Position und wurde unter anderem von Bilal El Khannouss unterstützt. Interessant war, dass es Atletico heute mit Julian Alvarez in der Startelf versuchte. Er war nach seinem langen Flirt mit Barca im Sommer zuletzt nicht immer gesetzt.
Für die Schwaben ging es sehr gut los. Bilal El Khannouss hatte nach nur 21 Sekunden die erste gute Chance und testete Jan Oblak. Nur 30 Sekunden später musste der erneut ran, diesmal gegen einen Vagnoman-Schuss. Diego Simeone war sofort auf 180. Angelo Stiller testete Oblak ebenfalls, da waren knapp zehn Minuten gespielt. Die Schwaben erwischten einen hervorragenden Start.

Atletico versuchte, die Räume eng zu machen, aber der VfB fand immer wieder Mittel und Wege, um sich durchzuspielen. Stuttgart hatte in persona Stiller die nächste Chance. Der einzige Kritikpunkt: Es gab zwar Chancen, aber kein Tor. Atletico hatte nach einem Eckball nach knapp 30 Minuten einmal einen Abschluss, das war es aber auch schon.
Wenig später belohnten sich die Schwaben durch Jamie Leweling. Sein satter Schuss war für Oblak, der bisher stark parierte, nicht mehr zu erreichen. Atletico brauchte ein wenig Zeit, um sich von diesem Rückstand zu erholen, legte kurz vor der Pause dann aber ein wenig zu, testete auch einmal Dennis Seimen. Das 1:0 für den VfB war auch der Pausenstand.
Stuttgart belohnt sich am Ende nicht
Atletico legte nach dem Wiederanpfiff sofort eine Schippe drauf. Weil Vagnoman gegen zwei Spieler verteidigen musste, konnte der eingewechselte Ademola Lookman einen Pass in die Mitte spielen, wo Julian Alvarez lauerte und per Direktschuss zum Ausgleich traf. Die Stuttgarter wollten aber direkt wieder eine Reaktion zeigen und spielten nach vorne. Als die Stundenmarke näher rückte erwies Morten Hjulmand seiner Mannschaft einen Bärendienst. Er senste Angelo Stiller komplett um, sah dafür die rote Karte.
In Überzahl waren die Hausherren jetzt wieder um Kontrolle bemüht, wechselten Ermedin Demirovic ein. Nach einer gewissen Abtastphase in Überzahl wurde Stuttgart besser. Jeff Chabot hatte per Kopf eine herausragende Chance, scheiterte aber. Atletico machte nun genau das, was man gut kann, nämlich verteidigen und Zeit von der Uhr nehmen. In der Nachspielzeit hatte Dzenan Pejcinovic noch eine gute Möglichkeit per Kopf, setzte den Ball aber drüber. Es blieb folglich beim 1:1.










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