Der HSV startete fürchterlich in die Saison, bekam zuletzt aber die Kurve. Zwei Profis trugen einen besonders großen Teil dazu bei.
Nach drei Auftaktpleiten herrschte im Volkspark bereits Krisenstimmung. Mitten in dieses Chaos platzte die Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin. Zuletzt fuhr sein Team Siege gegen Köln, Hoffenheim und Stuttgart ein. Mit neun Punkten stehen die Hamburger mittlerweile sicher im Mittelfeld, die Euphorie im Umfeld lässt den katastrophalen Start in die Spielzeit rasch in Vergessenheit geraten.
Sicherlich gibt es mehrere Faktoren, die für diesen Aufschwung verantwortlich sind. Besonders bemerkenswert sind jedoch die Leistungssteigerungen von Sebastiaan Bornauw und Yussuf Poulsen. Auf dem Feld agieren sie zwar an völlig unterschiedlichen Enden, gemeinsam haben sie aber ihren deutlichen Formanstieg in den vergangenen Wochen.
Zwei HSV-Stars mit deutlicher Steigerung
Während Poulsen bereits im vergangenen Sommer an die Elbe wechselte und eine von Verletzungen geprägte Premierensaison erlebte, schloss sich Bornauw erst vor wenigen Monaten den Rothosen an. Auch der aktuelle Saisonbeginn verlief für beide unterschiedlich: Während Bornauw in den ersten beiden Spielen in der Startelf stand, bremste ihn anschließend eine Verletzung aus. Poulsen hingegen kam gegen den BVB nur zu einem Kurzeinsatz, blieb gegen Mainz gänzlich ohne Spielzeit und stand in Leipzig lediglich in der ersten Halbzeit auf dem Platz.
Der Stürmer steigerte seine Form im Anschluss jedoch deutlich. Beim Spiel gegen Köln wechselte Polzin ihn zur Halbzeit ein. Nur fünf Minuten später traf er zum wichtigen zwischenzeitlichen 2:0. Gegen die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart zählten schließlich sowohl Poulsen als auch Bornauw zur Anfangsformation und trugen maßgeblich zu den beiden Erfolgen bei.

In Sinsheim erzielte Poulsen nicht nur das wichtige frühe Führungstor, sondern überzeugte laut Sofascore auch mit einer Passquote von 64 Prozent, sieben gewonnenen Zweikämpfen und vier Klärungsaktionen in brenzligen Situationen. Bornauw räumte positionsbedingt in der Defensive natürlich noch mehr ab. Obwohl ihm ein Eigentor unterlief, verzeichnete mit 17 Aktionen die meisten Defensivmomente aller Akteure.
Gegen den VfB lieferten beide richtig ab
Während das Spiel bei der TSG noch eine ziemliche Achterbahnfahrt war, lieferten beide Stars gegen Stuttgart eine nochmals stabilere Leistung. Diesmal blieb Poulsen zwar ohne eigenen Treffer, kam bis zu seiner Auswechslung allerdings auf eine Passquote von fast 70 Prozent und gewann über die Hälfte seiner Zweikämpfe.
Bornauw wiederum hielt hinten den Laden dicht: Mit 14 Defensivaktionen, neun Klärungen, drei geblockten Bällen und über 80 Prozent angekommenen Pässen zeigte der Abwehrchef der Hanseaten eine herausragende Leistung.

Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive gibt es beim HSV somit aktuell je einen Leistungsträger, der rechtzeitig zu seiner Bestform gefunden hat. Unter anderem dieser Leistungssteigerung ist es zu verdanken, dass die Sorgenfalten in Hamburg vorerst verschwunden sind.
Bei Poulsen dürfte der Aufschwung auch damit zusammenzuhängen, dass die Belastungssteuerung in dieser Saison weitaus besser greift als im Vorjahr. Er spielt zwar selten über die vollen 90 Minuten, ist während seiner Einsatzzeiten aber stets ein entscheidender Faktor. Bornauw wiederum scheint nach seinen überwundenen muskulären Problemen endgültig in Hamburg angekommen zu sein.









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