Der 1. FC Magdeburg hat in der 2. Bundesliga einen Kantersieg gefeiert. Die Hertha musste lange um den Heimsieg bangen, Heidenheim betrieb Chancenwucher.
Drei Spiele standen am Samstagmittag in der 2. Bundesliga auf dem Programm. Der 1. FC Heidenheim hatte am neunten Spieltag Aufsteiger Energie Cottbus zu Gast, Spitzenreiter Hertha BSC bekam es mit Arminia Bielefeld zu tun. In Magdeburg standen sich der FCM und der Karlsruher SC gegenüber.
1. FC Heidenheim – Energie Cottbus 1:1
Die Partie zwischen dem 1. FC Heidenheim und Energie Cottbus begann schwungvoll, was in erster Linie an den Gästen lag. Schon in der Anfangsphase erarbeitete sich Energie gute Chancen durch Lucas Copaldo (2.) und Tolcay Cigerci (9.). Heidenheim fand nach einer Viertelstunde besser ins Spiel und meldete durch Sirlord Conteh (19.) und einen Kopfball von Patrick Mainka (21.) ebenfalls Gefahr an.
Nach einer halben Stunde hatten die Fans auf der Ostalb den Torschrei auf den Lippen, Budu Zivzivadzes Treffer wurde wegen einer knappen Abseitsstellung des Georgiers jedoch nicht anerkannt (30.). Der Treffer fiel wenig später auf der anderen Seite. Cigerci setzte Copado in Szene, der Thomas Dähne im FCH-Tor mit einem feinen Heber keine Chance ließ (40.).

Kurz nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Hausherren zurück. Oualid Mhamdi zog nach einem Eckball ab, Tim Campulka fälschte das Leder unhaltbar für Energie-Keeper Marcel Lotka ab (49.). Heidenheim drängte fortan auf den Heimsieg, ließ aber zahlreiche Großchancen liegen und scheiterte mehrfach am starken Lotka. Besonders Marcel Costly und Conteh sorgten immer wieder für Gefahr, mussten sich am Ende aber mit der Punketeilung zufrieden geben.
Hertha BSC – DSC Arminia Bielefeld 1:0
Der noch ungeschlagene Tabellenführer ging als klarer Favorit in das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld und hätte beinahe schon nach zwei Minuten jubeln dürfen. Jonas Kersken verhinderte mit einer starken Parade gegen Sebastian Grönning den frühen Rückstand. Die Gäste lauerten meist auf Konter über Joel Grodowski, konnten aber zunächst keine große Gefahr entfachen.
Ganz anders die Hertha, die nach einer zähen Anfangsphase durch Grönning das 1:0 hätte machen müssen. Der Stürmer hatte nach einem Hagmann-Fehler bereits Keeper Kerksen hinter sich gelassen, Bielefeld-Verteidiger Maximilian Großer kratzte den Ball aber noch in letzter Sekunde von der Linie (16.).
Die Berliner blieben auch im zweiten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft, konnten die Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Kevin Sessas Freistoß landete nur an der Latte (66.), wenig später zielte der Herthaner knapp links daneben. Das vermeintliche 1:0 durch Luca Schuler zählte in der Schlussphase nicht, weil der Stürmer den Ball mit der Hand ins Tor abgefälscht hatte (82.).
In der Nachspielzeit sicherte sich der Spitzenreiter aber doch noch die drei Punkte. Großer bekam bei einem Eckball die Kugel an den Arm, es gab Handelfmeter für Hertha. Josip Brekalo übernahm die Verantwortung und verwandelte gegen Kersken zum Lucky Punch (90+3.).
1. FC Magdeburg – Karlsruher SC 6:1
Schon in der neunten Minute zappelte der Ball im Magdeburger Netz, die Hausherren hatten jedoch Glück, dass die KSC-Führung durch Noel Eichinger wegen Abseits wieder aberkannt wurde. Die Gäste waren zu Beginn die aktivere Mannschaft, Magdeburg brauchte bis zur 18. Minute, ehe man sich ebenfalls durch ein Abseits-Tor mal in der Offensive zeigte.
Daraufhin entwickelte sich eine zerfahrene Partie, beide Mannschaften versuchten es aus der zweiten Reihe. Kurz vor der Pause sorgte ein Strafstoß für den ersten Treffer des Tages. Sandro Tremoulet brachte Magdeburgs Luka Hyryläinen unglücklich im eigenen Strafraum zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Mateusz Zukowski sicher (37.).

Im zweiten Durchgang stellte der Torjäger erneut seine Qualitäten aus elf Metern unter Beweis. Schiedsrichter Felix Wagner entschied nach VAR-Hinweis auf Foulspiel von Viktor Bergh an Pierre Nadjombe, Zukowski ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte unten links (51.). Auch das 3:0 für den FCM fiel nach einem Standard. Anselmo Garcia MacNulty köpfte nach einer Freistoßflanke von Baris Atik wuchtig unter die Latte ein (54.).
Die Hausherren liefen nach der Pause so richtig heiß. Nur fünf Minuten nach MacNultys Kopfball erhöhte Emmanuel Iyoha auf 4:0 (59.). Roko Simic sorgte mit seinem 5:0 für den nächsten Treffer (66.). Der KSC kam durch Deniz Ofli immerhin noch zum Ehrentreffer (82.). Den Schlusspunkt setzte aber wiederum der FCM, Leon Mergner machte mit einem starken Volleyschuss das halbe Dutzend voll (90+3.).
Die Spiele der 2. Bundesliga im Überblick
1. FC Heidenheim – Energie Cottbus 1:1
Tore: 0:1 Copado (40.), 1:1 Mhamdi (49.)
Hertha BSC – DSC Arminia Bielefeld 1:0
Tore: 1:0 Brekalo (90+3., Handelfmeter)
1. FC Magdeburg – Karlsruher SC 6:1
Tore: 1:0 Zukowski (37., Foulelfmeter), 2:0 Zukowski (51., Foulelfmeter), 3:0 MacNulty (54.), 4:0 Iyoha (59.), 5:0 Simic (66.), 5:1 Ofli (82.), 6:1 Mergner (90+3.)











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