Nach drei Siegen in Serie schien der HSV eigentlich im Aufwind zu sein. In Paderborn folgte nun jedoch der ernüchternde Rückschlag.
Beim 0:1 gegen den ostwestfälischen Aufsteiger präsentierten sich die Rothosen offensiv erschreckend harmlos. Eine Statistik verdeutlicht das Ausmaß der Pleite besonders eindrücklich: Der HSV gab während der gesamten 90 Minuten gerade einmal einen einzigen Torschuss ab. So ungefährlich war man in einem Pflichtspiel seit über acht Jahren nicht mehr.
Der einzige Abschluss auf das Tor von SCP-Keeper Nahuel Noll war dabei kaum der Rede wert. Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw kam in der Nachspielzeit per Kopf zum Abschluss, stellte den gegnerischen Schlussmann damit allerdings vor keinerlei Probleme. Ansonsten fand die HSV-Offensive praktisch nicht statt. Ideen im Spiel nach vorne, Durchschlagskraft in den entscheidenden Räumen und echte Torgefahr? Fehlanzeige!

Wie groß die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften waren, zeigte auch der Blick auf die gängigen Statistiken. Paderborn verbuchte sechs Torschüsse und lag bei sämtlichen Abschlüssen mit 16:6 in Front. Auch bei den Expected Goals (laut Fotmob) hatten die Gastgeber mit 1,13 zu 0,43 klar die Nase vorn. Der späte Siegtreffer durch HSV-Leihgabe Rayan Philippe war die logische wie hochverdiente Folge.
HSV mit Negativwert wie in der Abstiegssaison
Die historische Einordung dieser Zahlen schmerzt besonders: Laut Sky liegt der letzte Pflichtspielauftritt mit einer ähnlich mageren Torschussbilanz mehr als acht Jahre zurück. Am 10. März 2018 kam der damalige Bundesliga-Dino beim FC Bayern ebenfalls nur zu einem einzigen Torschuss. In der Allianz Arena setzte es an jedem Nachmittag eine deutliche 0:6-Klatsche.
Damals steckte der HSV mitten im Abstiegskampf, an dessen Ende erstmals der Gang in die Zweitklassigkeit stand. Dass die Norddeutschen nun erneut einen derart ungefährlichen Auftritt hinlegten, darf also deutliches Warnsignal verstanden werden. Nach drei Erfolgen hintereinander offenbarte die Mannschaft in Paderborn erhebliche offensive Defizite. Die Niederlage war deshalb nicht nur wegen des späten Gegentreffers ärgerlich, sondern vor allem wegen ihrer Art und Weise.










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