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DFB-Pokal: Köln feiert Torfestival, Sabitzer sorgt für späten Bremen-K.O.
fussball-news.defussball-news.de·VonCedric Greh

DFB-Pokal: Köln feiert Torfestival, Sabitzer sorgt für späten Bremen-K.O.

Die zweite Runde des DFB-Pokals ging am späten Dienstagabend in den zweiten Akt über. Im späten Slot standen sich mit Borussia Dortmund gegen Werder Bremen und dem 1. FC Köln gegen Union Berlin gleich mehrere Bundesligisten im direkten Duell gegenüber. Abgesehen davon nahm Borussia Mönchengladbach gegen den Karlsruher SC die Favoritenrolle ein, welche auch Elversberg gegen Darmstadt gebührte.

Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell stand für die Teams im wichtigsten deutschen Pokalwettbewerb Einiges auf dem Spiel. Ein Einzug ins Achtelfinale würde die jeweilige Prämie von etwas mehr als 456.000 auf 912.000 Euro ansteigen lassen. Vor allem für die klassentieferen Vereine natürlich deutlich mehr als nur ein netter Zusatzanreiz.

Hochmotiviert ging es auch direkt los. Den ersten Treffer der Konferenz erzielte Darmstadt in Elversberg, und wie. Der bereits nach vier Minuten für den verletzten Nicolas Verkooijen eingewechselte Lars Kehl zirkelte einen Freistoß von der Strafraumkante traumhaft mithilfe des linken Innenpfostens zur frühen Lilien-Führung ins Netz (6.).

Beide Borussias liefern, El Mala bringt Köln in Front

Unterdessen verlor auch Gladbach keine Zeit an diesem Pokalabend. Nach dem ersten Bundesliga-Saisonsieg gegen Stuttgart am vergangenen Freitag hatte die Borussia Blut geleckt, Karlsruhe musste früh daran glauben. Auf flache Vorarbeit vom wiedererstarkten Joe Scally schob Robin Hack aus kurzer Distanz zur Fohlen-Führung ein (7.).

In Dortmund verzichtete Daniel Thioune in der Werder-Startelf auf Niclas Füllkrug und Schiedsrichter Robert Schröder zunächst auf den Anpfiff. Grund dafür waren dichte Nebelschwaden infolge von Pyro-Einsatz beider Fanlager. Der verzögerte Start in die Partie brachte den BVB aber nicht aus dem Konzept, im Gegenteil. Keine sechs Minuten dauerte es, bis Felix Nmecha einen Angriff einleitete, Maxi Beier den Ball flach reinbrachte, Julian Ryerson ablegte und Serhou Guirassy zum 1:0 vollstreckte.

BVB
Foto: Getty Images

Auch in der Folge war der BVB spielbestimmend, strahlte Selbstbewusstsein aus und bestätigte das Ganze wenig später mit dem zweiten Treffer. Carney Chukwuemeka drosch einen Volley aus 16 Metern flach aufs Tor von Karl Hein, der keine gute Figur machte (17.). Dortmund war komfortabel unterwegs, aber ob Werders Comeback-Qualitäten gewarnt.

Nach einer halben Stunde meldete sich dann auch die Partie Köln gegen Union in der Konferenz an. Die Gastgeber spielten einen Konter mustergültig aus, Linton Maina bediente Said El Mala, der cool an Matheo Raab vorbei zur Effzeh-Führung vollstreckte (32.). Tore-technisch passierte spielübergreifend im ersten Durchgang dann nichts mehr. Allerdings schwächte sich Gladbach im Borussia-Park gegen Karlsruhe selbst, Phillip Sander flog nach Notbremse gegen Shio Fukuda mit glatt Rot vom Platz (39.).

El-Mala-Gala in Köln, Füllkrug sorgt für Werder-Comeback

Nach dem Pausentee waren es diesmal die Kölner, die am Schnellsten aus dem Startblock kamen. Unions Derrick Köhn vertändelte im Aufbauspiel den Ball. El Mala bedankte sich und bediente Linton Maina, der zentral zum 2:0 vollstreckte (51.).

Köln saß nun fest im Fahrersitz und auch Erzfeind Mönchengladbach konnte selbiges von sich behaupten. Nach einem Konter stellten die Borussen in Unterzahl durch Joker Lukas Ullrich auf 2:0, Blessin und Co. konnten für den Moment durchatmen (49.).

2:0 schien für den Moment ein Trendergebnis zu sein, zumindest zog auch Darmstadt in Elversberg nach. Mit dem insgesamt erst zweiten (!) Torschuss erhöhten die Lilien durch Milan Smit nach einer flachen Eckballvariante, die Saarländer konnten es nicht fassen (56.).

Im Rhein-Energie-Stadion gingen die Kölner sogar noch einen Schritt weiter. Eine Einzelaktion von El Mala schloss der Shooting-Star höchstpersönlich ganz fein zum 3:0 ab, die Geißböcke standen nun ganz dicht vor dem Einzug ins Achtelfinale (60.).

Damit plante eigentlich auch das Westfalenstadion in Dortmund. Vielleicht ahnte der ein – oder andere Zuschauer aber schon Böses, als Niclas Füllkrug auf Werder-Seite zur Einwechslung bereit stand. Es kam, wie es kommen musste. Julian Ryerson brachte Mick Schmetgens im Sechzehner zu Fall, Füllkrug verkürzte per Elfmeter auf 1:2 (65.). Keine drei Minuten später tunnelte der Ex-Dortmunder Waldemar Anton auf Höhe der Mittellinie, legte einen bemerkenswerten Sprint hin und vollstreckte vor Kobel zum 2:2 (68.).

Die Kölsche‘ Demonstration gegen Union ging dabei schon fast unter. Isak Johannesson (79.) und Sebastian Sebulonsen (88.) erhöhten auf 5:0, der Effzeh zelebrierte ein Fußballfest. El Mala und Co. feierten genauso wie Gladbach und Darmstadt den Einzug in die nächste Runde, in Dortmund sah es nach Verlängerung aus.

Denkste! Als sich alles schon auf Nachsitzen eingestellt hatte, nahm sich Marcel Sabitzer tief in der Nachspielzeit einem direkten Freistoß von halblinks an und verwandelte diesen clever im kurzen Eck (90+3.). Dortmund feierte den Lucky Punch, Bremen scheidet trotz einem großen Kampf und Joker Füllkrug aus dem Wettbewerb aus.

 

 

 

 

 

Quelle: fussball-news.deZum Original

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