Das Pokalaus gegen Eintracht Frankfurt wurmte den HSV sichtlich. Beim 1:3 im Volksparkstadion haderten die Hamburger nicht nur mit ihrer Chancenverwertung, sondern auch mit zwei umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen.
Ausgerechnet der gegnerische Trainer Adi Hütter zeigte Verständnis für den Ärger der Gastgeber und zollte der Mannschaft von Merlin Polzin zugleich Respekt. „Wir hatten sicherlich das notwendige Glück in den Schlüsselsituationen“, räumte Hütter in der Pressekonferenz nach dem Spiel ein.
Gemeint waren zwei Szenen: In der 35. Minute wurde Zakaria El Ouahdi im Frankfurter Strafraum von Robin Koch zu Fall gebracht. Schiedsrichter Tobias Stieler verweigerte den Elfmeter, auch der VAR griff nicht ein. „Ich glaube, wir hatten Glück, dass wir keinen Elfmeter gegen uns bekommen haben“, urteilte Hütter.
Ähnlich glimpflich kam die Eintracht in der 48. Minute davon. Der bereits verwarnte Nnamdi Collins traf HSV-Linksverteidiger David Møller Wolfe mit der Schulter am Kopf. Doch die zweite Gelbe Karte blieb aus. Hütter sprach auch in dieser Situation von Glück: „Aus meiner Entfernung war es auch ein Foul, bei dem man anders entscheiden kann.“ Deshalb habe er Collins anschließend vom Feld genommen.

Hütter sah „Vorteile für den HSV“
Trotz des erfolgreichen Abends fand der SGE-Coach weitere lobende Worte für die Hamburger. „Wir haben von Anfang an einen harten Cup-Fight gesehen“, erklärte Hütter und machte dabei sogar „Vorteile für den HSV“ aus. Gerade in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft Probleme gehabt: „Wir haben viele Duelle, speziell im zentralen Mittelfeld, verloren und einfach nicht konsequent genug nach vorne gespielt.“ Angesichts der Frankfurter Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sei der Sieg letztlich aber „nicht unverdient“ gewesen, so Hütter. Trotzdem habe der HSV „bis zum Schluss alles gegeben.“
Für Polzin und seine Mannschaft bleibt die Anerkennung des Österreichers nicht viel mehr als ein schwacher Trost. Das Abenteuer DFB-Pokal ist für die Rothosen nach nur zwei Partien beendet. Diesen Umstand wollte der HSV-Coach aber nicht allein an den ausgebliebenen Pfiffen des Unparteiischen festmachen: „Wir wollen nicht nur auf den Schiedsrichter schauen, sondern vor allem auch auf die Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben.“ Umso mehr dürften Polzin und seine Schützlinge vor dem „Rückspiel“ am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) auf Revanche aus sein.










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