Footy
„Bringt extrem viel mit" – HSV-Eigengewächs auf dem Weg zur Stammkraft?
Nur die RauteNur die Raute·VonYannick Lassmann

„Bringt extrem viel mit" – HSV-Eigengewächs auf dem Weg zur Stammkraft?

Shafiq Nandja etablierte sich im HSV-Profikader. Zuletzt gehört er zweimal hintereinander der Startelf an.

Sowohl bei der Niederlage in Paderborn (0:1) als auch beim unglücklichen Pokalaus gegen Eintracht Frankfurt (1:3) kam der Innenverteidiger über die gesamte Spielzeit zum Zug. Damit war vor einem halben Jahr noch nicht zu rechnen. In der abgelaufenen Spielzeit brachte es Nandja im Endspurt auf zwei Kurzeinsätze, ehe er sich in der Sommervorbereitung für regelmäßigere Berücksichtigungen empfahl.

Der 19-Jährige verkörpert den vom HSV verfolgten Ansatz, vermehrt eigens ausgebildete Talente in der ersten Mannschaft zu integrieren. Dennoch stellt Trainer Merlin Polzin dieselben Ansprüche wie an alle anderen Akteure: „Das ist immer eine schöne Geschichte, wenn man sagt, das sind Jungs aus dem NLZ. Aber am Ende geht es auch darum, dass wir viel Verantwortung haben für all die Menschen, die es mit dem HSV halten. Dann geht es in erster Linie um Leistung.“

Merlin Polzin
Foto: IMAGO

HSV: Polzin baut auf Nandja

Für Polzin spiele es weniger eine Rolle, wer wo geboren sei oder in der Jugend gespielt habe, „sondern wer in der Trainingswoche Gas gibt und unsere Prinzipien gewinnbringend für die Mannschaft einsetzt“. Nandja überzeugte mit Attributen wie Schnelligkeit, Größe oder seinem robusten Zweikampfverhalten, zahlte in seinen fünf Partien von Beginn aber auch schon Lehrgeld und war bei der Entstehung des ein oder anderen Gegentoren beteiligt.

So auch am Dienstag gegen Frankfurt, als er eine Flanke von Mario Götze falsch einschätzte, sodass Nationalstürmer Jonathan Burkardt genügend Freiraum besaß, um das wegweisende 0:2 zu erzielen. „Er ist ein junger Kerl, der unabhängig vom Gegentor oder generell im Spiel noch viel Potenzial hat, Dinge zu verbessern“, stellte Polzin fest.

Nur die Raute – Alle News rund um den HSV

Zugleich betonte er aber, dass sich das Trainerteam bewusst dafür entschieden habe, mit Nandja auf der rechten Halbverteidigerposition zu planen. „Er bringt extrem viel mit, sonst hätte er nicht das Vertrauen in all den wichtigen Spielen, die wir diese Saison schon hatten, bekommen.“ An Leistungsträger Nicolás Capaldo gab es für den gebürtigen Hamburger jedoch kein Vorbeikommen. Da dieser auch das Ligaspiel gegen Frankfurt verletzungsbedingt verpassen wird, wird das Eigengewächs auch im finalen Spiel der englischen Woche starten dürfen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

Kommentare