Der Gesundheitszustand von Vincent Kompany beschäftigt Kathleen Krüger spürbar. Die Sportvorständin des HSV kennt den Bayern-Trainer aus ihrer langjährigen Zeit beim Rekordmeister und weiß, wie fordernd der Alltag im Profifußball sein kann.
Umso wichtiger ist es ihr, auch im Volkspark auf die Gesundheit der Trainer zu achten. Mit Merlin Polzin hat sie deshalb bereits mehrfach gesprochen. „Das hier ist eine Unterhaltungsbranche, es geht immer um ganz, ganz viel – aber man darf nicht vergessen, dass hinter den Trainern auch Menschen stehen“, erklärte Krüger am Dienstagabend am Rande des DFB-Pokalspiels gegen Eintracht Frankfurt (1:3) bei Sky.
Der Belgier war am vergangenen Freitag auf dem Münchner Trainingsgelände zusammengebrochen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen ist bekannt, dass er eine Hirnhautreizung erlitten hat. Bereits am Samstag hatte Krüger vor dem HSV-Spiel in Paderborn ihre Anteilnahme ausgedrückt: „Ich denke da natürlich sehr, sehr stark an ihn, an die ganze Familie und drücke ihm die Daumen, dass es ihm sehr, sehr schnell viel besser geht.“

HSV-Trainer gelten als Workaholics
Die 41-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, wie intensiv das Geschäft hinter den Kulissen sein kann. Beim FC Bayern war sie in verschiedensten Funktionen für ihr hohes Arbeitspensum bekannt. Auch beim HSV sind ihre Tage lang: Laut der Sport Bild ist Krüger zumeist ab 7 Uhr und bis spät in den Abend hinein im Volkspark anzutreffen.
Das HSV-Trainerteam um Polzin investiert ähnlich viel Zeit. Krüger möchte dennoch verhindern, dass die Belastung überhandnimmt. „Merlin ist vom Trainertyp her jemand, der einfach sehr viel einzahlt in die Mannschaft – auch weit über den Trainings- und Spielbetrieb hinaus“, beschrieb sie ihren Chefcoach. Deshalb habe sie mit ihm bereits „das eine oder andere Gespräch“ über das Thema Gesundheit geführt. Und das ausdrücklich schon vor Kompanys Zusammenbruch.
Auch die HSV-Trainer selbst suchen außerhalb des Fußballplatzes einen Ausgleich. Co-Trainer Loïc Favé hatte allerdings einst betont, wie sehr er seinen Beruf lebt: „Ich persönlich habe schon immer 24/7 Fußball gemacht.“ Krüger scheint trotzdem darauf bedacht, dass die Leidenschaft für den Job nicht zulasten der Gesundheit geht.










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