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Bundesliga-Vergleich: Hier lässt der HSV alle Klubs alt aussehen
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Bundesliga-Vergleich: Hier lässt der HSV alle Klubs alt aussehen

Der HSV setzt in der Bundesliga wie kein anderer Klub auf den eigenen Nachwuchs. Das hat eine Datenauswertung der Bild ergeben. Gleich drei Eigengewächse unter 21 Jahren haben in der laufenden Saison bereits regelmäßig Einsatzzeit gesammelt.

Die Rede ist von Louis Lemke (17), Otto Stange (19) und Shafiq Nandja (19). Gemeinsam kommen sie auf 17 Bundesliga-Einsätze und 821 Spielminuten. Besonders Lemke hat sich dabei regelrecht festgespielt: Der Linksverteidiger stand sechsmal auf dem Platz, viermal davon in der Startelf, und bringt es bereits auf 325 Minuten. Nandja kommt auf 297 Minuten, Stange auf 199.

Wie groß der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ist, verdeutlicht der Vergleich mit Werder Bremen. Die Grün-Weißen sind neben dem HSV der einzige Bundesligist, der ebenfalls drei selbst ausgebildete U21-Spieler eingesetzt hat. Zusammen kommen deren Nachwuchskräfte allerdings lediglich auf 283 Minuten. Mainz folgt mit 620 Minuten, die allerdings allesamt auf das Konto eines einzigen Spielers gehen. Sechs Bundesligisten haben bislang sogar gänzlich darauf verzichtet, ein selbst ausgebildetes U21-Talent einzusetzen.

Shafiq Nandja
Foto: IMAGO

HSV-Talente nur wegen Verletzungen gefragt?

Zur Wahrheit gehört natürlich auch: Dass der HSV derart viel auf den eigenen Nachwuchs setzt, kann zumindest teilweise mit den heftigen Verletzungssorgen begründet werden. Beim jüngsten 1:3 in Frankfurt fehlten mit Nicolai Remberg, Bilal Nadir, Fabio Vieira, Nicolas Capaldo, Yussuf Poulsen und Sebastiaan Bornauw gleich sechs potenzielle Stammspieler. Zuvor verpassten unter anderem Sambi Lokonga, Patson Daka, Albert Grønbaek oder Zakaria El Ouahdi ebenfalls Partien.

Und trotzdem: Schon im Sommer hatte sich der HSV auf die Fahne geschrieben, die eigenen Jung-Kicker vermehrt zu fördern und zu fordern. Das beste Beispiel ist Lemke, der mehr Spielzeit als alle anderen Youngster erhält, obwohl die linke Hamburger Defensivseite nicht von der aktuellen Ausfallwelle betroffen ist.

Nicht umsonst betonte Nandja nach dem Frankfurt-Spiel: „Die Trainer geben uns jede Woche das Vertrauen. Auch wenn nicht alles top läuft, lassen sie uns weiter spielen. Ich kann jedes Mal dazulernen.“ Die Zahlen geben Polzin und seinem Trainerteam recht: In Sachen Einsatzzeit für eigene U21-Eigengewächse ist der HSV der Konkurrenz deutlich voraus.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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