Nun ist sie da: Die erste Dortmunder Niederlage der Saison 2026/27. Doch viel Zeit, um die Schlappe in der Königsklasse aufzuarbeiten, bleibt dem BVB nicht. Am Samstag (17. Oktober, 15:30 Uhr) gastieren die Westfalen an der Alten Försterei beim 1. FC Union Berlin.
Der 3600 Kilometer lange Weg (hin und zurück) nach Bodö hat sich für Borussia Dortmund nicht gelohnt. Aufgrund der 0:1-Niederlage in der Champions League gegen Glimt kehrt der Bundesligist mit leeren Händen heim. Gutmachen lässt sich in Berlin der Punktverlust im Europapokal nicht, aber immerhin beträgt die Entfernung „nur“ 840 Kilometer.
Wenn Union und Borussia in der Vergangenheit aufeinandertrafen, gab es stets einen Sieger und einen Verlierer. Zehnmal setzte sich in der höchsten deutschen Spielklasse der BVB durch, viermal der FCU. Ein Unentschieden fehlt bislang in der Bilanz. Das Trefferverhältnis sieht die Schwarz-Gelben deutlich mit 37:14 vorn.
Auch im DFB-Pokal hatten die Dortmunder zweimal das bessere Ende für sich. Allerdings benötigten sie 2016/17 ein Elfmeterschießen, 2018/19 immerhin noch eine Verlängerung.
Berlin trifft spät und selten
Anders als der BVB mit vier Siegen und einem Remis ist der Hauptstadtklub nur schwer in die neue Bundesliga-Saison gekommen. Rettete Union zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt beim 3:3 in der Nachspielzeit immerhin noch einen Zähler, folgten anschließend drei Niederlagen in Leverkusen (0:4), gegen Schalke 04 (1:3) und ein 0:7-Debakel beim FC Bayern München.
Das Aufatmen am vergangenen Wochenende war nach dem 1:0-Erfolg gegen Aufsteiger SV Elversberg deutlich hörbar. Die Eisernen kletterten dadurch auf Rang 16, stellen mit 17 Gegentreffern aber weiterhin die löchrigste Abwehr des Oberhauses.

Nur zwei Teams haben zudem seltener getroffen als Union Berlin mit fünf Toren. Lediglich Schalke 04 (4) und der SC Paderborn (3) treten in der Offensive noch harmloser auf. Wenn ein Eiserner einnetzt, dann relativ spät. Vier der fünf Treffer fielen erst nach der 79. Spielminute.
Die Borussia kann in Berlin zeigen, wie sie nach der Pleite von Bodö eine Begegnung in der Fremde siegreich gestaltet. Drei Siege in den ersten drei Auswärtsspielen gab es für Dortmund zuletzt in der Saison 2010/11. Unter Trainer Jürgen Klopp baute der BVB diese Serie damals sogar auf acht Auswärtssiege aus – bis heute Bundesliga-Rekord.









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