Der FC Arsenal hat in der letzten Saison nach langer Durststrecke den Titel in der englischen Premier League gewinnen können. Die Gunners behielten am Ende in einer komplizierten Schlussphase der Saison nach einigen Problemen dann doch die Nerven und verwiesen die Konkurrenz um Manchester City auf die Plätze.
Auch wenn die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta zwei Endspiele verlor, darunter das sehr prestigeträchtige in der Champions League, war man am Ende mit dem Gewinn der Meisterschaft, dem wohl ehrlichsten Titel, sehr zufrieden.
Zumal man allen Unkenrufen zum Trotz eben doch nicht komplett eingebrochen ist. Und das, obwohl es Rückschläge, Verletzungen und Niederlagen in der Endphase der Saison gegeben hatte. Jetzt soll der Titel verteidigt werden. Und das mit einigen Kniffen.
Der Arsenal-Kader ist noch nicht fertig
Die Premier League war auch im Sommer wieder der absolute Protagonist auf dem Transfermarkt. Zahlreiche Spieler wechselten teuer innerhalb der Liga. Arsenal hat sich auch in der Liga bedient und Bruno Guimaraes für mehr als 80 Millionen Euro verpflichtet, Ezri Konsa soll noch folgen. Ansonsten war der Sommer noch nicht allzu ereignisreich. Christos Tzolis kam als Systemspieler für die Offensive aus Brügge, Piero Hincapie verpflichtete man nach Leihe fest aus Leverkusen. Der ein oder andere junge Spieler wie Max Dowman soll mehr Spielanteile erhalten, Ilan Meslier kam zur Vervollständigung des Torhüterteams aus Leeds.

Noch ist der Kader aber nicht komplett fertig. Zu den Abgängen von Leandro Trossard, Jakub Kiwior, Karl Hein und Christian Nörgaard könnten noch einige hinzukommen. Vor allem Fabio Vieira, Gabriel Jesus und Gabriel Martinelli werden gegenwärtig mit Wechseln in Verbindung gebracht. Wenn noch Spieler wechseln und Einnahmen generiert werden, dann kann es auch noch einen Zugang für die Offensive geben, das scheint sicher zu sein.
Ein heißer Kandidat war Vinicius Junior, der aber dann doch bei Real Madrid verlängerte. Arsenal galt für ihn als eine ernsthafte Option, aber im Endeffekt war die Verbindung und das gute Verhältnis zu den Königlichen doch ausschlaggebend. Ein neuer Offensivspieler, der noch einmal eine neue Dimension in das Spiel bringt, wäre das i-Tüpfelchen auf einen guten Kader.
Arsenal baut auf gefestigte Strukturen
Arsenal will also erneut den Titel gewinnen. Und setzt dabei auf Automatismen. Die Mannschaft weiß, was Trainer Mikel Arteta von ihr verlangt. Und sie weiß auch, wie sie das auf dem Platz in die Tat umsetzen kann. Eine gute Defensivstruktur ist das A und O, aber in der neuen Saison will Arsenal mit Hilfe dieser gefestigten Strukturen auch dafür sorgen, dass man wieder schneller, fluider, besser spielt.
Dass das funktionieren kann zeigte das Spiel im Community Shield gegen Manchester City. Arsenal gewann nicht nur mit 3:0, sondern spielte sogar ohne William Saliba deutlich besser aus der eigenen Defensive heraus als es in der letzten Saison in der Schlussphase der Fall war. Dort merkte man Arsenal an, dass man ein wenig behäbiger war, vielleicht spielte auch eine Unsicherheit eine Rolle. Quasi in der gesamten Rückrunde war das Spiel in vielen Phasen sehr statisch.
Es ist die Verbindung aus einer kompakten Defensive, sehr aufmerksamer Arbeit im Spiel gegen den Ball und einer neuen, aber doch alten Freiheit in der Offensive, die Arsenal zu einem noch stärkeren Team machen soll. Mikel Arteta und seine Mannschaft haben im Hinterkopf, dass man Titel gewinnen kann, auch einen großen und die Sehnsucht, diesen Moment wieder zu erleben dürfte stärker sein als die Angst vor Rückschlägen, wie man sie auch in der letzten Saison erleiden musste.
Und noch etwas soll im Endeffekt für Arsenal sprechen. Nämlich die Tatsache, dass Manchester City, der FC Chelsea und Liverpool jeweils einen neuen Trainer haben und der Umbruch bei Manchester United personell größer ausgefallen ist als bei den Gunners. Das können noch einmal verstärkende Faktoren sein, die am Ende für eine Titelverteidigung sprechen.










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