Arsenal reist mit drei Siegen in Folge und einer beeindruckenden Champions-League-Serie nach München. Auf Bayern wartet ein Gegner mit zahlreichen Waffen.
Der FC Bayern steht am Mittwoch vor seinem bislang größten Härtetest der Saison. Mit dem FC Arsenal kommt nicht nur der amtierende englische Meister und letztjährige Champions-League-Finalist in die Allianz Arena, sondern auch eine Mannschaft, die rechtzeitig vor dem Duell in Topform ist.
Die Gunners gewannen ihre vergangenen drei Pflichtspiele. Auf das 2:1 gegen Leeds United folgten ein 3:0 in der Champions League gegen Lille und ein hart erkämpftes 1:0 bei Nottingham Forest. In der Königsklasse steht Arsenal nach zwei Spieltagen bei sechs Punkten und noch ohne Gegentor.
Besonders beeindruckend ist die europäische Serie: Arsenal hat seine letzten 14 Spiele in der Gruppen- beziehungsweise Ligaphase der Champions League gewonnen und dabei neunmal zu null gespielt. Die Mannschaft von Mikel Arteta verbindet inzwischen spielerische Kontrolle mit einer bemerkenswerten defensiven Stabilität.
Im Aufbau sorgen Declan Rice und Bruno Guimaraes für Struktur, Martin Ödegaard findet zwischen den Linien Räume. Auf den Außenbahnen verfügen die Londoner mit Bukayo Saka, Eberechi Eze und Noni Madueke über mehrere Spieler, die Eins-gegen-eins-Duelle entscheiden können. Im Sturmzentrum bieten Kai Havertz und Viktor Gyökeres unterschiedliche Profile.
Arsenal kann Spiele von der Bank entscheiden
Wie groß die Qualität in der Breite ist, zeigte sich beim 3:0 gegen Lille. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erzielte Arsenal innerhalb von gut sieben Minuten drei Treffer. Arteta brachte unter anderem Saka, Ödegaard und Havertz – kurz darauf war die Partie entschieden. Der hohe Druck nach Ballverlusten führte dabei direkt zu gefährlichen Situationen.
Auch der knappe Sieg in Nottingham unterstreicht die Vielseitigkeit. Arsenal dominierte zunächst mit viel Ballbesitz, fand aber lange keine Lücke. Erst der eingewechselte Madueke erzielte in der 80. Minute den entscheidenden Treffer. In der Schlussphase verteidigten die Gunners den Vorsprung mit mehreren wichtigen Blocks.
Für Bayern wird vor allem das Spiel gegen Arsenals Pressing entscheidend. Die Londoner schieben ihre Außenverteidiger weit nach vorne, attackieren Ballverluste sofort und suchen nach Eroberungen schnell den Weg in den Strafraum. Unsaubere Pässe im Aufbau, wie sie den Münchnern zuletzt in Augsburg und Stavanger unterliefen, könnten diesmal deutlich härter bestraft werden.
Hinzu kommt Arsenals Stärke bei Standards. Mit Rice als Schützen sowie kopfballstarken Spielern wie Gabriel, Ezri Konsa, Havertz oder Gyökeres verfügt Arteta über zahlreiche Optionen bei Ecken und Freistößen.
Der FC Bayern muss zudem ohne den gesperrten Michael Olise auskommen. Sein Ausfall nimmt der Münchner Offensive einen wichtigen Unterschiedsspieler. Umso wichtiger wird es sein, Arsenals Aufbau früh zu stören und die eigenen Umschaltmomente konsequent auszuspielen.
Arsenal ist nicht unverwundbar. Nottingham kam in der Schlussphase noch zu mehreren großen Chancen, auch gegen Leeds gerieten die Gunners zunächst in Rückstand. Doch die vergangenen Spiele zeigen: Diese Mannschaft kann auf sehr unterschiedliche Weise gewinnen. Genau das macht sie für Bayern so gefährlich.












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