Vincent Kompany darf sich über eine besondere Ehrung freuen. Der Trainer des FC Bayern wird im Rahmen der Gala des Bayerischen Sportpreises 2026 für sein Engagement gegen Rassismus ausgezeichnet. Die Preisverleihung nach dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg stattfinden. Auf der Pressekonferenz vor der Partie äußerte sich der Belgier bereits zu der Auszeichnung und machte deutlich, dass sie nicht der Grund für sein Engagement ist.
„Es ist ein sportlicher Preis. Ich möchte keinen Preis bekommen für eine Rede gegen Rassismus“, erklärte Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg. Ihm gehe es bei solchen Stellungnahmen nicht um persönliche Anerkennung, sondern darum, in entscheidenden Momenten Haltung zu zeigen. „Ich mache das nicht für Auszeichnungen, sondern weil in einem Moment das Richtige gesagt werden muss.“
Dass er die Ehrung dennoch zu schätzen weiß, stellte der Bayern-Coach klar. „Der Preis ist sehr schön, natürlich“, sagte der 39-Jährige über die Auszeichnung, die ihm am Samstag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder überreicht wird. Für ihn steht dabei jedoch nicht die Auszeichnung selbst im Vordergrund, sondern die Botschaft, die mit seinem Einsatz verbunden ist.
Der Bayern-Trainer hat sich wiederholt gegen Rassismus und Diskriminierung positioniert. Im Zentrum der Ehrung steht vor allem eine Pressekonferenz aus dem Februar dieses Jahres. Damals sprach Kompany rund zwölf Minuten lang über Rassismus, Hass und Ausgrenzung. Seine deutlichen Worte fanden nicht nur in Deutschland, sondern auch international große Beachtung.
Kompany setzt sich gegen Rassismus ein
Anlass waren Äußerungen des damaligen Benfica-Trainers José Mourinho über Vinicius Junior. Der brasilianische Nationalspieler war in seiner bisherigen Karriere wiederholt Ziel rassistischer Anfeindungen geworden – so auch im Februar im Duell zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid.

Kompany stellte sich daraufhin ohne Einschränkung hinter Vinicius Junior: „Ich habe es live gesehen. Wenn man die Aktion sieht, kann die Reaktion von Vinicius Junior nicht gefaked sein. Seine Reaktion ist emotional.“
Mit seinen Aussagen auf der Pressekonferenz unterstreicht Kompany nun, dass er dieses Engagement nicht von möglichen Auszeichnungen abhängig macht. Vielmehr gehe es darum, dann Stellung zu beziehen, wenn es aus seiner Sicht notwendig ist.
Als Trainer des deutschen Rekordmeisters steht Kompany regelmäßig im öffentlichen Fokus. Seine Worte haben daher auch über den Fußball hinaus Gewicht. Die bevorstehende Ehrung würdigt sein Engagement, doch der Belgier sieht darin keinen Antrieb für seine Haltung.










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