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„Demütig bleiben“: Mike Büskens über die Chancen von Schalke 04
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonIngo Krüger

„Demütig bleiben“: Mike Büskens über die Chancen von Schalke 04

Mike Büskens muss auf Schalke niemand mehr vorstellen. Der 58-Jährige ist einer der Eurofighter, die 1997 den UEFA-Cup holten. Als Interimstrainer führte er Königsblau 2022 in die Bundesliga zurück.

Seine Vorfreude auf die neue Saison ist groß, wie Büskens im Interview mit Reviersport betont. „Wir Schalker sind endlich wieder da, wo wir hingehören – in der Bundesliga“, sagt der Mann mit 370 Spielen im Oberhaus in der Vita. Nicht nur für S04, sondern auch für Fortuna Düsseldorf und den MSV Duisburg grätschte er über die Plätze in Deutschlands Elite-Liga.

Büskens kennt aber auch den Misserfolg. 1992 stieg er mit der Fortuna als Spieler aus der Bundesliga ab, 2000 mit dem MSV. Er spricht daher aus Erfahrung, wenn er fordert: „Trotzdem sollten wir bei aller Euphorie und der Wucht, die dieser Verein entwickeln kann, demütig bleiben.“ Die vergangenen Jahre seien auf Schalke „schwierig“ gewesen. Nach dem Abstieg 2023 benötigte Königsblau drei Spielzeiten, um ins Oberhaus zurückzukehren.

Der eingefleischte Schalker erinnert an die turbulenten letzten Jahre: „Es ging hoch, runter und wieder hoch.“ Nun müsse alles daran gesetzt werden, die Klasse zu halten, denn: „Schalke darf auf gar keinen Fall zu einer Fahrstuhlmannschaft werden“, sondern „muss sich nachhaltig in der Bundesliga etablieren“. Oberstes Ziel sei daher „die Stabilisierung“, meint Büskens.

„Personell viel besser aufgestellt“

„Ein richtig guter erster Schritt“ sei der sichere Klassenerhalt, betont der 58-Jährige, „möglichst ohne bis zum letzten Spieltag zittern zu müssen.“ Und weiter: „Darauf kann man dann aufbauen und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln.“ Er sei „zuversichtlich, dass Schalke eine ruhige Saison spielen wird. Das sollte möglich sein, weil wir, anders als beim Aufstieg vor vier Jahren, personell viel besser aufgestellt sind.“

Mike Büskens
Foto: IMAGO

Als Königsblau 2022 in die Bundesliga zurückkehrte, verließen mit Malick Thiaw (25) und Ko Itakura (29) zwei Stützen des Teams aus Finanzgründen den Verein. „Das war natürlich schwer zu kompensieren“, erinnert sich Büskens. Diesmal hätten die Verantwortlichen jedoch „bessere Voraussetzungen geschaffen“.

Der gebürtige Düsseldorf ist aktuell vereinslos. Im Frühjahr 2026 reichte Büskens eine Bewerbung für einen Sitz im Schalker Aufsichtsrat ein. Überraschenderweise ließ der Wahlausschuss seine Kandidatur aber nicht zu. Das sorgte in der Fanszene damals für großes Aufsehen.

Quelle: SchakeTOTALZum Original

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