Die gesundheitliche Situation von Jamal Musiala beschäftigt den FC Bayern weiter. Zuletzt versuchte Musiala selbst mit einem öffentlichen Statement, für mehr Klarheit zu sorgen, und offenbarte seine Diagnose. Stefan Effenberg fordert nun weitere Informationen vom Rekordmeister.
Nachdem Jamal Musiala in den beiden Testspielen gegen Leipzig und Heidenheim zusammengebrochen war, herrscht mittlerweile etwas mehr Klarheit.
Nach dem Spiel gegen Heidenheim meldete sich Musiala selbst bei Instagram und erklärte seine Situation: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind.“
Stefan Effenberg sieht vor allem bei der Kommunikation trotzdem noch offene Fragen. In seiner Kolumne bei t-online fordert der ehemalige Bayern-Spieler den Verein dazu auf, deutlich transparenter mit Musialas Situation umzugehen.
Effenberg fordert mehr Transparenz
Effenberg fordert, dass „Die Bayern – im besten Fall sogar gemeinsam mit einem Experten oder einer Expertin aus der Neurologie – direkt mit Informationen zum Gesundheitszustand ihres Spielers nachlegen.“ Aus seiner Sicht müsse der Klub „umgehend für mehr Transparenz sorgen, damit alle noch offenen Fragen beantwortet werden.“
Dabei geht es dem 58-Jährigen nicht darum, über Musialas Gesundheitszustand zu spekulieren. Vielmehr sieht er konkrete Punkte, bei denen sich Fans und Öffentlichkeit bislang noch keine ausreichende Vorstellung machen können.
„Wie viel Spielzeit bekommt Musiala? Wie genau werden diese Absencen, diese Art epileptischer Anfälle, die ihm passieren können, behandelt?“, fragt Effenberg.
„Das wäre ein großer Fehler“
Besonders wichtig sei aus seiner Sicht, dass der FC Bayern die offenen Fragen nicht einfach unbeantwortet lässt: „Diese Sachverhalte jetzt nicht zu adressieren, wäre ein großer Fehler der Bayern“, warnt der frühere Nationalspieler.
Effenberg befürchtet, dass fehlende Informationen langfristig für noch mehr Unruhe sorgen könnten: „Mit fehlender Transparenz würden sie sich selbst, vor allem aber natürlich Musiala, einen Bärendienst erweisen“, erklärt er.
Denn sollten konkrete Antworten ausbleiben, könnten die gleichen Fragen bei jeder weiteren öffentlichen Erscheinung des Bayern-Stars erneut aufkommen: „Dann kämen bei jeder Gelegenheit wieder exakt diese Fragen auf – und würden für Unruhe sorgen, die von außen in den Verein hineingetragen würde. Das dürfen sie nicht zulassen“, so Effenberg.
Bayern kennt die Situation schon länger
Inzwischen haben sich allerdings auch Vincent Kompany und Max Eberl ausführlich zur Thematik geäußert. Dabei offenbarten die Bayern-Verantwortlichen, dass der Klub bereits seit längerer Zeit über Musialas Situation informiert ist und alle Entscheidungen gemeinsam mit medizinischen Experten getroffen wurden.

Eberl erklärte zudem, dass Musiala selbst den Wunsch geäußert habe, seine Situation öffentlich zu kommunizieren. Auch eine Veränderung bei der Medikation wurde thematisiert. Kompany betonte gleichzeitig, dass Musiala weiterhin die volle Unterstützung des Vereins erhalte und man intern „sehr optimistisch“ sei.
Damit hat der FC Bayern bereits auf einen Teil der von Effenberg angesprochenen Punkte reagiert, trotzdem wirft die Zukunft von Jamal Musiala weiterhin einige Fragen auf. Klar ist, dass der 23-Jährige im Supercup gegen Dortmund nicht im Kader stehen wird und in der nächsten Woche individuell trainieren soll.










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