Ein 18-jähriger Italiener im Kader des BVB erinnert sich an den emotionalsten Tag seiner jungen Karriere und erzählt, wie sich Debüt und erstes Tor wirklich angefühlt haben.
Samuele Inacio hat in einem Interview über sein Debüt beim BVB und sein erstes Tor im Trikot von Borussia Dortmund gesprochen. Gegenüber dem italienischen Magazin „Undici“ öffnet sich der Youngster und gibt seltene Einblicke in seine ersten Profimomente.
Sein Debüt feierte Samuele Inacio Ende Februar 2026 im Heimspiel gegen den FC Bayern München, das Dortmund mit 2:3 verlor. Auf diese Chance hatte er lange gewartet. Trainer Niko Kovač ermutigte ihn in den Wochen zuvor immer wieder, geduldig zu bleiben und weiter hart zu trainieren. Am Spieltag selbst rechnete der Italiener kaum noch mit einem Einsatz, weil ihn der Trainer eine Woche zuvor auf der Bank gelassen hatte. „Von Spiel zu Spiel habe ich also darauf gewartet. Vor dem Bayern-Spiel dachte ich dann: Wenn ich letzte Woche nicht eingewechselt wurde, wird es heute schwer“, gestand Samuele Inacio.
Doch nach der Pause bat der Athletiktrainer ihn und zwei, drei weitere Ersatzspieler, sich aufzuwärmen. Wenig später rief ihn der Trainer zum Wechsel. „Ich wollte mich gerade auf die Bank setzen, da meinte der Trainer: „Nein, nein, Samu, zieh dich um!“. Da stieg die Nervosität und die Anspannung. Aber als ich den Platz betrat, war alles verflogen.“
Diese Anspannung beschreibt er als besonders angenehm, denn sie gehörte zu dem Moment, auf den er hingearbeitet hatte. Beim Blick auf die Anzeigetafel und in das riesige Stadion spürte er zunächst den Druck, jetzt liefern zu müssen. Nach dem ersten Ballkontakt änderte sich das aber: Die Stimmen der Zuschauer nahm er nicht mehr wahr, er fühlte sich auf dem Platz fast allein und deutlich ruhiger.
BVB-Talent Samuele Inacio spricht über den „schönsten Tag seines Lebens“
Knapp zwei Monate später startete Samuele Inacio richtig durch. Nach seiner Einwechslung gegen Bayer Leverkusen stand er in allen fünf verbleibenden Bundesliga-Partien auf dem Platz, in den letzten vier Spielen der Saison sogar in der Startelf. Sein erstes Tor gelang dem 18-Jährigen schließlich im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, das der BVB mit 3:2 gewann.
Für den Offensivspieler war das „der schönste Tag seines Lebens“. Den Grund lieferte der Offensivspieler sofort: „Weil ich noch nie in so kurzer Zeit so eine starke Emotion erlebt habe. Dieses Tor und diese Emotion haben mir den Ansporn gegeben, noch mehr Tore zu schießen, denn ich dachte mir: Wenn es sich jedes Mal so anfühlt, wäre es wunderschön, das jedes Wochenende zu erleben.“

Schon am Vortag hatte er sich im Hotel ausgemalt, nach einem Tor konzentriert zu bleiben, um die Fans seinen Nachnamen rufen zu hören. Im ersten Jubel ging das im Adrenalin unter. Auf dem Weg zurück zum Anstoßkreis blieb Samuele Inacio jedoch stehen, als die Zuschauer erst seinen Vornamen und dann seinen Nachnamen riefen. Er sagt: „Ich habe es zu 100 % genossen.“










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