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Entscheidung mit Folgen: Diese Nachricht dürfte Schalke freuen
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonChris Braun

Entscheidung mit Folgen: Diese Nachricht dürfte Schalke freuen

Beim Thema 50+1 gibt es ein wichtiges Signal für Schalke 04. Die Königsblauen dürften die jüngste Entwicklung begrüßen.

Für den FC Schalke 04 ist die Mitbestimmung der Mitglieder ein wichtiger Bestandteil des Profifußballs. Entsprechend aufmerksam dürften die Verantwortlichen in Gelsenkirchen die jüngsten Entwicklungen rund um die 50+1-Regel verfolgen. Nun zeichnet sich ab, dass dieses Modell auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen soll.

Das Präsidium des Bundesliga e. V., der früheren DFL, hat sich klar zur bisherigen Ausrichtung bekannt. „50+1 ist nach Ansicht des Präsidiums ein zentrales Grundprinzip des deutschen Profifußballs und eine Grundlage für die gesellschaftliche Verankerung des Profifußballs in Deutschland.“

Damit erhält die Position der Befürworter weiteren Rückenwind. Bereits im August hatte sich das Bundeskartellamt mit der Regel beschäftigt. Die Wettbewerbshüter kamen in ihrer abschließenden Einschätzung zu dem Ergebnis, dass 50+1 zulässig sein kann. Dabei wurde auch eine mögliche Ausnahme vom europäischen Kartell- und Missbrauchsverbot berücksichtigt.

Für Schalke ist die Entwicklung besonders interessant. Vorstandschef Matthias Tillmann hatte zuvor bei LinkedIn deutlich gemacht, worauf es dem Zweitligisten ankommt: „Entscheidend ist für uns, dass die Mitglieder über ihren Verein auch künftig die Kontrolle behalten.“

50+1 bleibt für Schalke ein wichtiges Thema

Genau diesen Einfluss sichert 50+1 grundsätzlich ab. Selbst wenn sich ein Klub für externes Kapital öffnet, soll die Stimmenmehrheit weiterhin beim Mutterverein und damit letztlich bei dessen Mitgliedern liegen. Eine vollständige Übernahme der Entscheidungsgewalt durch einen Investor wird dadurch verhindert.

Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Abgeschlossen ist die Diskussion trotzdem nicht. Im Dezember steht die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes an. Dort möchte sich das Präsidium von den Vereinen bestätigen lassen, dass 50+1 weiterhin die grundsätzliche Richtung vorgeben soll. Bis endgültige Rechtssicherheit herrscht, könnte jedoch noch einige Zeit vergehen. Nach Einschätzung des Präsidiums werde die Angelegenheit „die Zusammenarbeit im Ligaverband über Jahre prägen“.

Statt langwieriger Streitigkeiten vor Gericht soll möglichst eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Die Verantwortlichen erklären dazu: „Eine breit getragene Lösung bietet im Sinne aller Beteiligten die größten Chancen, langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen innerhalb des Ligaverbands zu vermeiden.“

Für Schalke ist das ein wichtiges Signal: Die von Tillmann geforderte Kontrolle der Mitglieder soll auch bei der künftigen Ausgestaltung des deutschen Profifußballs eine entscheidende Rolle spielen.

Quelle: SchakeTOTALZum Original

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