Manchester United ist laut einer neuen Studie der schlechteste europäische Klub, wenn es um die Wertentwicklung seiner Neuzugänge geht. Seit 2022 haben die Verpflichtungen der Red Devils zusammen rund 405 Millionen Euro an Wert verloren. Weltweit schneidet nur Al-Hilal noch schlechter ab.
Das zeigt eine Auswertung des CIES Football Observatory. Die Schweizer Forschungsgruppe hat dafür alle Spieler untersucht, die ein Klub seit 2022 von anderen Vereinen geholt hat. Eigengewächse fließen nicht ein. Bei bereits verkauften Profis vergleicht die Studie die gezahlte Ablöse mit dem späteren Erlös, bei Spielern im aktuellen Kader mit dem geschätzten Marktwert. Ein Teil des Minus ist also bereits realisiert, ein anderer Teil besteht nur auf dem Papier.
Antony steht sinnbildlich für Uniteds Fehlgriffe
Bei United verteilt sich der Verlust auf beide Bereiche. Laut Sports Mole entfallen knapp 190 Millionen Euro auf bereits abgegebene Spieler, rund 220 Millionen Euro auf Profis, die noch im Kader stehen. Das bekannteste Beispiel ist Antony. Der Brasilianer kam 2022 für rund 95 Millionen Euro von Ajax Amsterdam und wechselte später für 25 Millionen Euro zu Betis Sevilla. Auch Mason Mount und Andre Onana gelten als teure Missverständnisse.
Hinter Al-Hilal mit einem Minus von 502 Millionen Euro und United folgen vor allem weitere Klubs aus Saudi-Arabien. Aus der Premier League landet zudem Tottenham weit hinten.

Ganz oben steht ein Bundesligist. Eintracht Frankfurt kommt auf ein Plus von 527 Millionen Euro und liegt damit knapp vor Real Madrid (526 Millionen). Die Hessen haben einen großen Teil davon bereits durch Verkäufe realisiert. Randal Kolo Muani kam 2022 ablösefrei aus Nantes und ging ein Jahr später für 95 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain. Auch Omar Marmoush wechselte nach seiner ablösefreien Ankunft gewinnbringend zu Manchester City, Hugo Ekitike später zum FC Liverpool.
Mit dem VfB Stuttgart und RB Leipzig schaffen es zwei weitere deutsche Klubs in die Top Ten. Für United ist die Studie dagegen ein weiterer Beleg für die Probleme abseits des Rasens. Der Klub steckt ohnehin in einer tiefen sportlichen Krise.










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