Paris Brunner sucht seit seinem BVB-Abschied nach dem großen Durchbruch. Bei der AS Monaco sendet der 20-Jährige nun in der Vorbereitung starke Signale – und lässt seinen Trainer ins Schwärmen geraten.
Vier Tore in nur drei Testspielen: So präsentiert sich Brunner vor dem Saisonstart. Das Highlight setzte der frühere BVB-Youngster gegen den FC Liverpool, als er nach einer Ecke am kurzen Pfosten wuchtig zum 3:2-Siegtreffer einköpfte. Nach zwei durchwachsenen Jahren im Erwachsenenfußball wirkt der Offensivmann wieder gefestigt.
Sein Trainer Filipe Luís registriert die Form genau – und macht daraus kein Geheimnis. „Genau das gefällt mir: Er macht es mir schwer, die Startelf zusammenzustellen“, sagte der 41-Jährige über seinen Schützling. Brunner sei „hungrig, kommt immer mit viel Einsatz und Energie ins Spiel und will unbedingt ein Tor schießen“, so Luís weiter. Dass ihm die Aufstellung derzeit Kopfschmerzen bereite, nannte der Coach „das Beste, was passieren kann“.
Vom Ausnahmetalent zum Wartenden

Der Weg dorthin war holprig. Brunner galt als eines der größten deutschen Talente: Welt- und Europameister in den U-Mannschaften, bei beiden Turnieren Torschützenkönig und bester Spieler, dazu die Fritz-Walter-Medaille in Gold. Doch all diese Erfolge sammelte er im Nachwuchs. Der Sprung in den Profibereich blieb bislang aus.
Im Sommer 2024 platzten die Verhandlungen über eine Zukunft an der Strobelallee. Brunner, damals erst 18 Jahre alt, soll einen Platz in der Profimannschaft gefordert haben. Der damalige Sportdirektor Sebastian Kehl bedauerte den Abschied: „Wir hätten Paris gerne langfristig an Borussia Dortmund gebunden, leider wollte er den von uns aufgezeigten Weg nicht mitgehen“, erklärte Kehl. Schließlich eben der Wechsel nach Monaco.
Dort ging es zunächst per Leihe zu Cercle Brügge. Ein Muskelfaserriss bremste ihn in der Saison 2024/25 rund zwei Monate aus, im Abstiegskampf traf er dann aber sechs Mal – darunter ein Doppelpack im Relegations-Hinspiel, der den Klassenerhalt sicherte. Auffällig: In 28 Einsätzen kam er lediglich auf 1.083 Spielminuten. Nach der Rückkehr nach Monaco wurde es noch weniger. In der Spielzeit 2025/26 standen nur sieben Einsätze und 127 Minuten zu Buche, ehe ihn eine Oberschenkelverletzung erneut stoppte.
Große Konkurrenz im Angriff
Ob die starke Vorbereitung zur Wende führt, ist offen. Die Offensive der Franzosen ist gut besetzt: Folarin Balogun wird zwar mit einem Abgang in Verbindung gebracht, könnte aber bleiben. Dazu kommen Mika Biereth, Ansu Fati, Takumi Minamino und der für 25 Millionen Euro verpflichtete Matthis Abline.
Aber er sendet Zeichen. Und genau das ist wichtig.









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