Beim DFB-Pokalsieg des HSV in Verl schrieb Louis Lemke mit seinem Treffer zum 3:0 Vereinsgeschichte. Der 16-Jährige ist der jüngste Torschütze in der Historie der Rothosen.
Doch rund um diesen Rekord kursierten seitdem offenbar einige Ungenauigkeiten. Diese hat der HSV nun selbst richtiggestellt. Nach Lemkes Tor schrieben zahlreiche Medien aber auch Fans in den sozialen Netzwerken, der Linksverteidiger habe Vereinslegende Uwe Seeler als jüngsten Pflichtspiel-Torschützen des HSV abgelöst. Das sei jedoch „falsch dargestellt“ worden, wie der Verein nun auf seiner Homepage erklärte.
Tatsächlich war Lemke bei seinem Treffer mit 16 Jahren, 10 Monaten und 16 Tagen jünger als Seeler bei dessen erstem Pflichtspieltor für den HSV. „Uns Uwe“ traf am 1. August 1954 beim 8:2 gegen Holstein Kiel erstmals für die Profis und war damals 17 Jahre, 8 Monate und 27 Tage alt. Allerdings hielt Seeler den Rekord des jüngsten HSV-Torschützen nie.
Vor Lemke: Sommer statt Seeler hielt den HSV-Rekord
Wie der HSV ausführlich aufarbeitete, datiert dieser Bestwert bereits vom 15. Januar 1922. Damals erzielte Otto Sommer im Alter von 17 Jahren und 14 Tagen einen Doppelpack beim 7:0 gegen den St. Pauli TV. Damit war Sommer bei seinem ersten dokumentierten Treffer noch einmal deutlich jünger als Seeler später bei seinem Premierentor.

So oder so: Lemke hat diesen mehr als 104 Jahre alten Vereinsrekord tatsächlich gebrochen. Die historische Leistung des Eigengewächses bleibt also bestehen. Während vielerorts allerdings der Name Seeler als bisheriger Rekordhalter genannt wurde, verweist der HSV auf die korrekte Einordnung der Klubgeschichte.
Die eigentliche Botschaft des Pokalabends ist davon jedoch unberührt. Lemke lieferte bei seinem ersten Pflichtspielstart für die Profis eine starke Leistung ab und krönte diese mit einem Tor und einer Vorlage. Schon beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr) dürfte er ein weiteres Mal von Beginn an auf dem Platz stehen.









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