Ohne ihn wäre der Aufstieg wohl nicht gelungen. Loris Karius rettete dem FC Schalke 04 in der vergangenen Saison so manchen Zähler. Auch in der Bundesliga erweist sich der 33 Jahre alte Torhüter als Fels in der Brandung.
Vier Punkte und nur ein einziges Gegentor aus den letzten zwei Partien: Schalke 04 zeigte sich jüngst defensiv extrem stabil. Großen Anteil daran hat der Mann zwischen den Pfosten. Karius brachte jüngst selbst die Offensivreihe des FC Bayern München beim 0:0-Unentschieden zur Verzweiflung. Mit fünf Glanzparaden hielt der gebürtige Biberacher die Null.
Mit 22 abgewehrten Schüssen ist der erfahrene Schlussmann aktuell der laut Statistik beste Torwart der Bundesliga. Mönchengladbachs Moritz Nicolas (28) folgt mit 18 parierten Bällen. Die Torwart-Effizienz unterstreicht zudem die starke Form des 33-Jährigen. Mit einem Wert von +2,2 belegt er in der 1. Bundesliga derzeit den zweiten Platz knapp hinter Stuttgarts Fabian Bredlow (31). Rein statistisch hätte Schalke 04 schon zwei Gegentreffer mehr kassieren müssen.
Doch in den jüngsten zwei Partien verbarrikadierte der Keeper sein Tor. Während S04-Trainer Miron Muslic (44) nach dem Abpfiff des Bayern-Duells bilanzierte: „Wir sind in der Bundesliga angekommen“, hat sein Schlussmann dies eindrucksvoll bestätigt.
Auch Bayern-Stars verzweifeln
Der aktuelle Höhenflug des Keepers kommt jedoch nicht von ungefähr. Schon beim Aufstieg erwies sich Karius als Lebensversicherung für S04. Seine Statistiken aus der vergangenen Spielzeit lesen sich beeindruckend: Nur 0,8 Gegentore pro Spiel und ein Spitzenwert von 75 Prozent gehaltener Bälle. Wer dachte, das läge nur an der tieferen Spielklasse, wurde im direkten Duell mit dem Rekordmeister eines Besseren belehrt. Wo früher die Zweitliga-Konkurrenz verzweifelte, bissen sich nun auch internationale Top-Stars wie Harry Kane (33) und Michael Olise (24) die Zähne aus.

Der Respekt vor dem Schalker Schlussmann wächst ligaweit von Woche zu Woche. Karius ist der Hauptgrund dafür, dass rund um die Veltins-Arena die Zuversicht auf den Klassenerhalt spürbar gewachsen ist. Nach dem ernüchternden 0:3-Auftakt beim FC Augsburg war diese Euphorie allerdings noch nicht abzusehen. Mittlerweile zeigt sich jedoch auch die königsblaue Abwehrkette deutlich stabiler.
Am kommenden Sonntag (20. September, 17:30 Uhr) wartet beim Duell der Aufsteiger gegen die spielfreudige SV Elversberg der nächste Härtetest auf die Schalker Defensive.









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