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Gefährliche Transfer-Wette: Bayern-Plan sorgt für Diskussionen
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

Gefährliche Transfer-Wette: Bayern-Plan sorgt für Diskussionen

Der FC Bayern muss in den kommenden Wochen ohne Luis Díaz auskommen – und dürfte darüber gar nicht unglücklich sein. Der Kolumbianer reist diesmal nicht zu seiner Nationalmannschaft, sondern bekommt eine dringend benötigte Verschnaufpause. Nach Monaten mit enormer Belastung soll der 29-Jährige körperlich und mental neue Energie sammeln.

Kolumbiens Nationaltrainer Néstor Lorenzo hatte zuletzt selbst festgestellt, dass seinem Star die vielen Spiele anzumerken sind. „Du siehst müde aus, Lucho. Du hast nicht deinen gewohnten Sprint, was ist los?“, fragte er Díaz nach eigener Aussage. Gemeinsam einigte man sich darauf, auf eine Nominierung zu verzichten.

Für Bayern kommt die Pause zum richtigen Zeitpunkt. Díaz wirkte zuletzt nicht mehr so explosiv und frisch wie über weite Strecken der vergangenen Saison. Auch seine Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Beim 7:0 gegen Union Berlin war für ihn bereits nach 63 Minuten Schluss.

Die Situation wirft allerdings eine Frage auf, die sich die Bayern bereits im Sommer gestellt haben: Wer entlastet Díaz dauerhaft?

Bayern entschied sich gegen einen weiteren Flügelspieler

Die Münchner beschäftigten sich während der Transferperiode durchaus mit einer zusätzlichen hochkarätigen Lösung für die linke Seite. Anthony Gordon von Newcastle United gehörte zu den konkreten Kandidaten.

Ein Transfer kam letztlich nicht zustande. „Wir haben es erst versucht. Das war uns irgendwann zu teuer“, erklärte Max Eberl später.

Nach Informationen von SPORT1 gab es innerhalb der Bayern-Führung ohnehin unterschiedliche Einschätzungen darüber, wie dringend ein weiterer klassischer Linksaußen benötigt wird. Am Ende entschied man sich dafür, die Position mit den vorhandenen Spielern abzudecken.

Brisant ist deshalb, was Díaz selbst zuletzt bei Sky sagte. „Natürlich will ich immer spielen. Aber wenn jemand da ist, der auf meiner Position helfen kann: Herzlich Willkommen. Das hilft sehr, wenn die Dinge nicht gut laufen. Dann ist der Mitspieler da, um dir zu helfen – und so wechselt man sich ab. Das ist sehr wichtig. Mir hätte es gefallen. Aber gut, es ist nicht passiert. Wir sind auch so gut.“

Díaz kritisierte damit keineswegs offen die Transferpolitik seines Arbeitgebers. Dennoch machte er deutlich, dass er einen weiteren Spieler für seine Position durchaus begrüßt hätte.

Eberl präsentiert seine interne Lösung

Ismael Saibari
Foto: Getty Images

Aus Sicht der Bayern-Verantwortlichen gibt es diese Alternative bereits im Kader. Nach dem Union-Spiel wurde Eberl auf die fehlende Absicherung hinter Díaz angesprochen. Seine Antwort fiel vielsagend aus.

„Von wo hat Isi heute sein Tor geschossen?“, entgegnete der Sportvorstand.

Gemeint war Ismael Saibari. Der Sommer-Neuzugang war gegen Union eingewechselt worden und erzielte von der linken Seite das zwischenzeitliche 5:0. Für Eberl offenbar der Beleg dafür, dass Kompany auch ohne weiteren Transfer genügend Möglichkeiten besitzt.

Ganz vergleichbar sind Díaz und Saibari allerdings nicht. Der Marokkaner ist kein klassischer Linksaußen, sondern gerade wegen seiner Vielseitigkeit wertvoll. Er kann im Zentrum und auf mehreren offensiven Positionen eingesetzt werden.

Eine weitere Option ist inzwischen wieder Serge Gnabry. Nach seiner langen Verletzungspause feierte der 31-Jährige gegen Union sein Comeback und vergrößert damit Kompanys Spielraum.

Bayerns Rechnung kann also durchaus aufgehen. Mit Saibari und Gnabry stehen zwei Spieler bereit, die Díaz entlasten können. Einen positionsgetreuen Ersatz gibt es allerdings weiterhin nicht.

Genau deshalb werden die kommenden Monate zeigen, ob der Verzicht auf einen weiteren Flügelspieler die richtige Entscheidung war. Dass Díaz ausgerechnet jetzt eine Pause benötigt und selbst zusätzliche Unterstützung begrüßt hätte, verleiht dieser Frage neue Brisanz.

Quelle: FCBinsideZum Original

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