Der HSV gab Daniel Elfadli zum Ende der Transferperiode auf Leihbasis nach Linz ab. Dort darf er sich auf der größten Bühne des europäischen Vereinsfußball präsentieren.
Der Linzer ASK, amtierender österreichischer Doublesieger, qualifizierte sich nämlich erstmals für die Champions League. Am Mittwochabend empfing er zur Heimpremiere mit dem FC Liverpool direkt einen Hochkaräter. Das auf dem Papier äußerst ungleiche Duell – alleine vom Kaderwert trennen beide Teams über 900 Millionen Euro – entwickelte sich auch auf dem Feld zu einer klaren Angelegenheit. Trotz der Rotation auf einigen Position führten die Reds schon zur Pause mit 3:0.
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten sie angeführt von Dreierpacker Bradley Barcola das Geschehen und zogen auf 5:1 davon. Nach 71 Minuten schlug die Stunde von Elfadli. Er ersetzte den einst ebenfalls in der Bundesliga aktiven Alessandro Schöpf. Anders als in Hamburg kam der 29-Jährige jedoch nichts als Innenverteidiger, sondern im zentralen Mittelfeld zum Einsatz.

Elfadli: Aus der Oberliga in die Champions League
Auf dem Spielfeld erlebte Elfadli noch drei Treffer mit. Zunächst komplettierte Lewis Koumas das halbe Dutzend an Liverpooler Toren, ehe der schon zur Pause gekommene Florian Flecker per Doppelschlag noch auf 3:6 verkürzte und damit sehr zur Freude der Linzer Fans etwas Ergebniskosmetik betrieb. Elfadli wiederum benötigte nur wenige Minuten, um sich für eine rustikale Grätsche gegen Rio Ngumoha vom deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler die einzige Gelbe Karte der Partie einzuhandeln.
Sie spielte letztlich genauso wie die Niederlage eine Nebenrolle. Denn der LASK erfreute sich daran, einem Weltclub zu einem Pflichtspiel zu empfangen, während Elfadli, der 2020 noch für den FC Nöttingen in der Oberliga-Württemberg antrat, wohl gleichermaßen ausschließlich positiv an das Aufeinandertreffen mit Liverpool zurückdenken wird. Ansonsten befand er sich jedoch bislang zumeist in der Zuschauerrolle, absolvierte lediglich eine der fünf vorherigen Begegnungen, und zwar im ÖFB-Cup beim Drittligisten Deutschlandsberger SC (6:1).
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
In den kommenden Wochen dürfte der Rechtsfuß angesichts der hohen Belastung häufiger gefragt sein und könnte sich für eine Weiterbeschäftigung empfehlen. Beim HSV besaß er zum Ende hin nämlich gar keine Einsatzchancen mehr. Mindestens fünf Innenverteidiger erhielten gegenüber dem Aufstiegshelden den Vorzug, sodass die Rückkehr in den Volkspark nach Beendigung der keine Kaufoption beinhaltenden Leihe wahrscheinlich nicht lange andauern wird.










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