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So wie die Bayern: Schottet auch der HSV das Trainingsgelände bald ab?
Nur die RauteNur die Raute·VonJule Stolpe

So wie die Bayern: Schottet auch der HSV das Trainingsgelände bald ab?

Bayern sorgt mit meterhohen Vorhängen dafür, dass das Trainingsgelände für Fans nicht mehr einzusehen ist. Ist so etwas bald auch beim HSV geplant?

Beim FCB können mehrere Trainingsplätze ab sofort mit meterhohen XXL-Vorhängen abgehängt werden. Per Knopfdruck kann der Verein also dafür sorgen, dass Schaulustige an der Säbener Straße nicht mehr von außen zuschauen können. Allgemein ist es ohnehin ziemlich schwierig, die Bayern-Profis beim Training zu beobachten: Nur noch fünf Einheiten pro Saison sind für die Öffentlichkeit zugänglich, und bei diesen wenigen Möglichkeiten ist der Andrang stets sehr hoch.

Bleibt der HSV so fanfreundlich?

Beim Hamburger SV ist das noch ganz anders. Es gibt weitaus mehr öffentliche Einheiten – am heutigen Dienstag zum Beispiel stieg die einzige dieser Woche vor dem Stuttgart-Spiel. Anhänger und Interessierte haben dann die Möglichkeit, ihren Stars beim Trainieren zuzuschauen. Nicht öffentliche Einheiten sind natürlich vor allem deshalb von Vorteil, weil die Profis und das Trainerteam unter sich sind. Es gibt weniger Störgeräusche von außen, und andere Vereine können keine Trainingsinhalte ausspionieren.

Mario Vuskovic
IMAGO

Trotzdem wird der HSV wohl auch in Zukunft regelmäßig die Zäune des Trainingsgeländes am Volkspark für Zuschauer öffnen. Wie die MOPO berichtet, wird es im Regelfall weiterhin ein bis zwei öffentliche Einheiten in der Woche geben, je nachdem, wie lang die Trainingswoche ist.

Der HSV gilt als einer der fanfreundlichsten Vereine Deutschlands. Fans, die zum Training kommen und zuschauen, haben stets die Chance auf Fotos und Autogramme ihrer Stars, da sich die Profis nach den Einheiten regelmäßig Zeit dafür nehmen. Bei Werder Bremen und St. Pauli gibt es übrigens noch mehr Möglichkeiten für Trainingskiebitze: Diese Klubs trainieren regelmäßig zweimal pro Woche öffentlich.

Andere Vereine fahren eine härtere Gangart. Nicht nur Bayern, sondern auch Borussia Dortmund und Schalke 04 lassen die Öffentlichkeit nur sehr selten beim Training zu. Der BVB kaufte sogar ein Gelände mitsamt einem Hügel, von dem aus Menschen früher regelmäßig mit einem Fernglas auch nicht öffentliche Einheiten verfolgten. Die Borussen verboten daraufhin den Zutritt, um sich vor neugierigen Blicken zu schützen.

HSV plante höhere Zäune

Das droht beim HSV schon allein aus praktischen Gründen nicht: Rund um das Trainingsgelände gibt es Anhöhen, die den Blick auf geheime Einheiten ermöglichen. Wie die MOPO schreibt, ist der Klub hier ziemlich chancenlos, da es sich überwiegend um öffentliche Wege handelt.

Allerdings hätte der HSV zum Schutz der geheimen Einheiten theoretisch mit den Bayern gleichziehen können. In den vergangenen Jahren wurde immer wieder thematisiert, ob man die Zäune und Planen um mehrere Meter erhöht. Das Vorhaben scheiterte jedoch stets an baulichen Problemen. Deshalb gibt es laut der MOPO aktuell keine Pläne diesbezüglich. Fans können sich also weiterhin auf eine ziemlich fannahe Trainingskultur freuen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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