Für Aboubaka Soumahoro dürfte die neue Saison die wahrscheinlich wichtigste seiner noch jungen Karriere werden. Der Innenverteidiger, den der HSV im Sommer 2024 für rund zwei Millionen Euro aus Frankreich verpflichtete, braucht dringend Spielpraxis.
Genau deshalb entschieden sich die Hamburger Verantwortlichen in diesem Sommer für die nächste Leihe. Doch die ersten Wochen beim RCD Mallorca geben Anlass zur Sorge. Dabei sollte diesmal eigentlich alles besser werden. Nachdem Soumahoro in der Rückrunde der vergangenen Saison an die AS Saint-Étienne ausgeliehen worden war und dort nicht eine einzige Pflichtspielminute absolvierte, suchte der HSV nach einer neuen Lösung. Die Wahl fiel auf den spanischen Zweitligisten, der nach dem Abstieg aus La Liga den direkten Wiederaufstieg anpeilt.
Doch nach den ersten beiden Spieltagen zeichnet sich ein ähnliches Bild wie zuletzt in Frankreich ab. Soumahoro stand zwar im Kader, kam jedoch keine einzige Sekunde zum Einsatz. Noch ist die Saison jung, doch beim HSV dürfte man die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Schließlich war die Leihe ausdrücklich mit dem Ziel verbunden worden, dem 21-Jährigen regelmäßige Einsatzzeiten zu verschaffen.
HSV-Talent ist Soumahoro nur Verteidiger Nummer drei
Die Konkurrenz auf Mallorca ist allerdings enorm. Im Abwehrzentrum führt kaum ein Weg an Kapitän Antonio Raillo vorbei. Neben ihm ist Martin Valjent seit Jahren gesetzt und zudem Vize-Kapitän des Klubs. Für Soumahoro bleiben damit zunächst nur die Plätze dahinter. Dort konkurriert er unter anderem mit David López um die Rolle des ersten Ersatzmannes.

Auch ein Ausweichen auf die linke Abwehrseite gestaltet sich schwierig. Mit Alberto Moreno und Toni Lato verfügt Mallorca auch dort über erfahrene und etablierte Optionen.
Entsprechend stellt sich schon früh die Frage, ob der HSV erneut einen Klub gewählt hat, bei dem die Chancen auf regelmäßige Spielzeit geringer sind als erhofft. Sportdirektor Claus Costa hatte bei der Verkündung der Leihe betont, Mallorca biete bessere Perspektiven auf Einsatzminuten als Hamburg. Nach zwei Spieltagen ist davon allerdings noch nichts zu sehen. Die Erinnerungen an das Leih-Fiasko von Saint-Étienne werden jedenfalls wieder wach.









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