Beim HSV besteht weiterhin Hoffnung auf die feste Verpflichtung von Fábio Vieira. Auch Trainer Merlin Polzin sprach sich nochmals klar dafür aus.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund ließ er durchblicken, sich im permanenten Austausch mit dem Spielgestalter befinde. „Ich habe schon so oft gesagt, dass Fabio in der vergangenen Saison für viele tolle Momente bei uns gesorgt hat. Er ist ein herausragender Spieler. Dazu ein Typ, der perfekt in die Mannschaft gepasst hat und etwas ganz Besonderes reinbringt“, führte Polzin weiter aus.
Vieira besaß während seiner Leihe vom FC Arsenal mit sieben Toren und fünf Vorlagen – überwiegend in der Rückserie produziert – maßgeblichen Anteil am ungefährdeten Klassenerhalt. Bei seinem Arbeitgeber spielt er allerdings keine Rolle mehr, gehörte in den bisherigen zwei Pflichtspielen nicht dem Kader an. Angesichts des nur noch bis 2027 laufenden Vertrages streben beide Seiten die Trennung an. Sie würde den Gunners nicht nur Gehalt einsparen, sondern auch noch eine nennenswerte Ablöse einbringen.

Polzin: So kann der HSV in Dortmund bestehen
Vieira selbst bekannte sich mehrfach zum HSV, beschäftigte sich wohl nicht konkreter mit anderen Anfragen. Auch deshalb betonte Polzin: „Ob es dann realistisch ist oder auch nicht – für mich als Fußballliebhaber, der es mag, etwas naiver zu sein und nicht über die Dinge im Hintergrund, die man nicht beeinflussen kann, allzu viel nachzudenken, wäre es natürlich ein Riesengewinn, wenn er zurückkommt. Es ist unsere Pflicht, dafür alles zu geben. Das machen Claus und sein Team.“
Sportdirektor Claus Costa begab sich erst in den vergangenen Tagen zu Gesprächen nach London, verdeutlichte gegenüber Arsenal nochmals das Hamburger Interesse. In Dortmund wird Vieira, für den der HSV eine hohe einstellige Millionensumme lockermachen würde, definitiv nicht zur Mannschaft stoßen. Beim letzten Gastspiel konnte er die 2:3-Niederlage nicht verhindern, leitete aber mit einem wunderbaren Zuspiel auf Albert Sambi Lokonga das zwischenzeitliche 2:0 ein.
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Den Faden verlor der HSV erst im zweiten Abschnitt, den Vieira nur bis zur 67. Minute auf dem Spielfeld erlebte. Der zunehmend drückende BVB drehte das Spiel binnen elf Minuten. „Wenn du bis zur 70. Minute mit 2:0 bei Borussia Dortmund führst, dann hast du nicht ganz so viel falsch gemacht. Dass sie mit ihrer Qualität, besonders zu Hause, so ein Spiel drehen können, das haben wir gemerkt und gespürt“, so Polzin rückblickend.
Für den morgigen Samstag erwartet er „wieder eine große Herausforderung“, hat aber auch schon eine klare Vorstellung, wie etwas Zählbares mit nach Hamburg gebracht werden kann: „Für uns wird es darum gehen, unsere Art und Weise, die wir im Sommer nochmal etwas geschärft haben, auf den Platz zu bringen: Wir brauchen leidenschaftliches Verteidigen, viel Aufmerksamkeit und Intensität und sicherlich auch etwas Spielglück.“
Foto: IMAGO










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