Yussuf Poulsen wurde immer wieder durch Verletzungen blockiert. Im Heimspiel gegen den 1. FC Köln nahm er die prägende Rolle ein, wie es sich der HSV beim Transfer einst ausmahlte.
Zunächst musste der Angreifer das Geschehen allerdings wieder einmal von der Bank verfolgen. An seine Stelle rückte Terem Moffi, der bei seinem Startelf-Debüt – auch aufgrund der sehr defensiven Herangehensweise seiner Mannschaft – keine Bindung zum Geschehen fand. Das Trainerteam um Merlin Polzin reagierte trotz Führung bereits zur Pause und brachte Poulsen, der keine fünf Minuten benötigte, um eine Hereingabe von Albert Grønbaek zum 2:0 über die Linie befördern.
Doch auch abgesehen von seinem erst zweiten Treffer im Hamburger Dress hinterließ die Einwechslung von Poulsen enorme Wirkung. Immer wieder beschäftigte er die Kölner Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pussey sowie Luka Lochoshvili, gewann dabei vier seiner fünf Zweikämpfe am Boden. Der Däne sammelte 26 Ballkontakte – Vorgänger Moffi kam lediglich auf fünf – und gab noch zwei weitere gefährliche Abschlüsse ab, die die Vorentscheidung hätten bedeuten können.

Kann der HSV länger auf Poulsen zurückgreifen?
Stattdessen musste der HSV nach dem Anschlusstreffer von Ragnar Ache nochmals kurzzeitig um den Sieg bangen. Letztlich stand der erlösende erste Saisonsieg zu Buche, sodass die Mitspieler anschließend gut gelaunt Komplimente in Richtung Poulsen aussprachen. „Es war sehr offensichtlich, dass Yussi eine geile Energie hereingebracht hat, eine geile Präsenz. Jeden Ball von mir hat er heute sehr gut festgemacht“, schwärmte der ebenfalls sehr gut aufgelegte Torhüter Daniel Heuer Fernandes (via Mopo).
Seinen Worten schloss sich Nicolai Remberg, der vor Saisonbeginn das Kapitänsamt von Poulsen übernahm, an: „Yussi läuft an wie verrückt und macht Bälle fest. Das hat man heute echt richtig gut gesehen.“ Ohnehin brauche man „nicht über seine Qualität reden“, verdeutlichte Heuer Fernandes: „Wenn er auf dem Platz steht, steht er für eine Art von Fußball. Und das konnte man heute auch 45 Minuten lang gut sehen.“
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Allzu oft stand Poulsen – dessen zuvor einzigstes HSV-Tor vom Derbysieg über Werder Bremen (3:2) stammt – seit seiner Verpflichtung jedoch nicht auf dem Platz. Er absolvierte gerade einmal 20 von 42 Pflichtspielen und gehörte nur zweimal der Anfangsformation an. Dem gegenüber stehen schon rund 150 Krankentage. Der HSV wird hoffen, dass der Körper des erfahrenen Mittelstürmers weiter mitspielt. Dann dürfte ihm infolge der verlängerten Länderspielphase beim Gastspiel in Hoffenheim der dritte Einsatz von Beginn an winken.
Foto: Getty Images









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