Der FC Bayern hat im Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal einen Heimsieg knapp verpasst. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung mussten sich die Münchner am Ende mit einem 2:2 begnügen. Nach dem Abpfiff zeigten sich Harry Kane und Tom Bischof zwar grundsätzlich zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft, ärgerten sich aber über die verpasste Gelegenheit, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.
Vor allem nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der deutsche Rekordmeister gegen den englischen Meister in starker Verfassung. Die Bayern erhöhten den Druck, erspielten sich mehrere Möglichkeiten und gingen durch einen verwandelten Elfmeter von Kane in Führung.
Doch anstatt den Vorsprung weiter auszubauen, ließen die Münchner Arsenale zurück ins Spiel kommen. Declan Rice bestrafte die Nachlässigkeiten in der Schlussphase mit dem Ausgleich zum 2:2.
Kane: „Hätten das Ding zumachen müssen“
Nach dem Spiel machte Kane deutlich, dass aus seiner Sicht mehr möglich gewesen wäre. „Es war eine gute Leistung. Besonders zu Beginn der zweiten Halbzeit sind wir mit einer hohen Intensität zurück aufs Feld gekommen und haben auch das Tor gemacht. In der Phase hätten wir das Ding zumachen müssen – die Chancen waren da“, erklärte der Bayern-Stürmer.
Der 33-Jährige hatte selbst großen Anteil daran, dass die Münchner die Partie nach dem frühen Rückstand drehen konnten. Zunächst bereitete er den Ausgleich von Alphonso Davies mit einem sehenswerten Pass vor, anschließend traf er vom Elfmeterpunkt.
In der Schlussphase gelang es den Bayern allerdings nicht mehr, die Kontrolle über das Spiel zu behalten.
„In den letzten 20 Minuten haben wir versucht, den Ball zu halten, aber Arsenal hat uns mit dem Gegentor bestraft. Insgesamt geht das Remis in Ordnung. Uns haben heute viele Spieler gefehlt, deshalb nehmen wir den Punkt mit“, bilanzierte Kane.
Tatsächlich musste der Rekordmeister mit Joshua Kimmich, Michael Olise und Jamal Musiala auf mehrere wichtige Leistungsträger verzichten.
Bischof schwärmt von Kane

Auch Tom Bischof haderte nach dem Abpfiff mit dem Ergebnis. „Wenn man in Führung geht, dann ist es am Ende schon enttäuschend, wenn man nicht die drei Punkte holt. Wir hatten eine gute Phase, haben uns vorne festgesetzt und haben gut gespielt“, erklärte der Mittelfeldspieler.
Gleichzeitig verwies der 21-Jährige auf die Qualität der Londoner. „Aber Arsenal ist eine sehr gute Mannschaft, die haben Druck gemacht. Dann kassieren wir das Tor und dann wird es eklig.“
Für Bischof persönlich war das Duell dennoch ein besonderer Abend. Aufgrund des Ausfalls von Kimmich erhielt der Youngster die Gelegenheit, sich gegen einen europäischen Spitzenklub zu beweisen.
„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich auf dem Platz stehen durfte. Insgesamt war es eine gute Teamleistung. Wir haben alles hereingehauen und hätten die gute Phase einfach besser nutzen müssen.“
Besonders beeindruckt zeigte sich Bischof von seinem Mitspieler Harry Kane. Angesprochen auf dessen Chancen beim Ballon d’Or machte der Bayern-Profi deutlich, wem er die prestigeträchtige Auszeichnung gönnen würde. „Ich habe nichts dagegen, wenn Harry Kane den Ballon d’Or gewinnt. Er hätte es sich auf jeden Fall verdient. Er macht nicht nur die Tore, sondern auch die Assists und ist immer für die Mannschaft da. Der Ball auf Phonzie ist einfach Wahnsinn.“
Während Kane damit erneut seine außergewöhnliche Bedeutung für das Münchner Angriffsspiel unter Beweis stellte, bleibt für die Bayern nach dem Arsenal-Duell ein gemischtes Fazit: Die Leistung stimmte über weite Strecken, für den erhofften Heimsieg fehlte letztlich die letzte Konsequenz.











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